Standort des Bauhofs weiter fraglich

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Standort des Bauhofs weiter fraglich

Nach Machbarkeitsstudie weitere Optionen in Prüfung / Feldwegausbau im kommenden Jahr geplant

ROCKENBERG (thg). Eine Machbarkeitsstudie zur Standortfrage für den gemeindlichen Bauhof legte Bürgermeister Manfred Wetz am Montag im Haupt- und Finanzausschuss im Bürgerhaus Oppershofen vor. Ein Beschluss wurde nicht gefasst, der Gemeindevorstand soll weitere Standorte prüfen, die Fraktionen dann entsprechend beraten. Zum Ausbau eines Wirtschaftswegs „Im glatten Land“ in Oppershofen stimmte der Ausschuss mehrheitlich für die Aufhebung eines Sperrvermerks. 

Zum Bauhof legte das Architekturbüro Möller die Machbarkeitsstudie zu den Standorten Feuerwehrhaus Rockenberg und Burgweg in unmittelbarer Nähe zum geplanten neuen Gerätehaus vor. Bürgermeister Wetz erläuterte unter anderem die Kosten von 550 000 Euro für den Umbau des Rockenberger Feuerwehrhauses und von knapp 1,1 Millionen Euro für den Burgweg-Neubau. Wetz führte auch an, dass ein zusätzlicher Bauhof-Standort als Lagerplatz und für die Aufstellung etwa von Containern erforderlich werde.  

Ein Neubau als Ersatz für den maroden Bauhof erscheint der Mehrheit laut Diskussionsverlauf als erforderlich. Hinzu kommt, dass Verkaufserlöse unter anderem aus dem Rockenberger Feuerwehrhaus erwartet werden, wenn der hintere Teil als Wohnbaugelände abgeteilt würde. 

Allerdings wurden weitere Standorte alternativ zum Bauhof im Burgweg in die Diskussion gebracht, unter anderem wegen der Nähe zum dort geplanten Ärztehaus und zur Senioreneinrichtung. Wolfgang Langsdorf (Dorfpartei) führte Rockenberg Nord an der Griedeler Straße im Zusammenhang mit der dort möglichen Gewerbegebietsentwicklung an. Die Fläche in Oppershofen gegenüber dem Bürgerhaus an der Bahn regte Achim Mosch (Grüne) als Standort an. Thomas Weil (Dorfpartei) plädierte für die Prüfung der Ansiedlung im Gewerbegebiet Rockenberg-Süd. Die Kläranlage Oppershofen nach ihrer Abschaltung und die ehemalige Rockenberger Deponie wurden ebenfalls als Standorte genannt, letzterer aber wegen Altlasten nicht in Betracht gezogen. 

Mehrfach wurde aber auch auf die „Synergie-Effekte“ am Standort Burgweg mit der Feuerwehr hingewiesen. Unter anderem eine gemeinsame Heizungsanlage könne es geben. Bauhof-Mitarbeiter könnten technisch die Feuerwehr unterstützen. Eine gemeinsame Nutzung von Sozial- und Sanitärräumen scheint aber fraglich. Die Kosten von einer Million Euro erschienen den Politikern aber als zu hoch. Con-tainer-Standorte und das Salzlager würden auf der Fläche in Oppershofen bleiben, ergänzte Wetz. 

Beim Feldwegausbau ging es unter anderem um eine formale Frage. So sagte Langsdorf, der Betrag von 36 770 Euro Ausbaukosten solle über einen Nachtragshaushalt veranschlagt werden, er werde dieses Jahr nicht mehr verausgabt. Der Sperrvermerk könne nicht aufgehoben werden. Die Mehrheit sah dies anders und stimmte zu, alle hatten sich zuvor ein Bild vor Ort gemacht. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass die Feldwege mittlerweile für die modernen, größeren Fahrzeuge zu breit seien. Entsprechend müssten sie auch anders ausgebaut werden, sodass die Kosten begründet seien. 

Die Jagdgenossenschaft hat in Aussicht gestellt, sich an den Kosten zu beteiligen. Wegen Corona hat sie jedoch noch keinen Beschluss fassen können. Der Gemeindevorstand soll erst handeln, wenn die Zusage der Jäger vorliegt. 

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