Strafanzeige und Staatsschutz: Reichsfahnen in Hoch-Weisel

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Strafanzeige und Staatsschutz: Reichsfahnen in Hoch-Weisel

Ortsbeirat informiert über Aufkleber an Laternen und Spielgeräten und Banner auf Dach der Grundschule

HOCH-WEISEL (pi). „Reichsfahnen auf öffentlichem Eigentum sind kein Kavaliersdelikt“, stellt der Ortsbeirat Hoch-Weisel in einer Pressemitteilung fest. Wegen Aufklebern mit solcher Zeichen erstattete der Ortsbeirat Strafanzeige, wie Mitglied Mark Steinhauer mitteilt, und informierte den Staatsschutz. 

„Als trauriges Zeichen fehlenden sozialen Interaktionswillens“ versteht der Ortsbeirat „die Beschmutzung unzähliger Laternen mit Aufklebern, die Reichsfahnen zeigen“. Diese Aufkleber seien auch auf sämtlichen Spielgeräten des Schulhofs zu finden gewesen. „In Verbindung mit der mehrfachen Anbringung einer Reichsflagge auf dem Dach der Hausbergschule, verstehen wir diesen feigen Akt als einen armseligen Versuch, der auf Spaltung und nicht auf Versöhnung abzielt.“ Hoch-Weisel bekenne sich „klar gegen radikalisierende Entwicklungen, deren geschichtliche Entwicklungen hinlänglich bekannt sind“. Gerade der Fall Walter Lübcke zeige, wohin ein solches Gedankengut auch in der Gegenwart führen könne. „Gleiches gilt selbstverständlich für sämtliche radikalisierenden Tendenzen, unabhängig der Herkunft“, so die Mitteilung.

„Der gesamte Ortsbeirat Hoch-Weisel verurteilt die Vorkommnisse auf das schärfste. Dialog und Austausch hinsichtlich verschiedener Meinungen: ja; heimliche und feige Radikalitätsbekundungen: ein klares Nein.“

 Die Ortsbeiratsmitglieder bedanken sich bei den „vielen Mitbürgern, die binnen kürzester Zeit bereit waren, radikales Gedankengut aus unserem Dorf zu entfernen“.

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