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Symbol für gemeinsames Europa

ROCKENBERG. Bürgermeister Wetz bedankte sich für die Baumspende. Die Pflanz- und Pflegearbeiten für die Rotbuche wurden vom Bauhof der Gemeinde übernommen. Bei der Pflanzaktion waren (v.l.) anwesend: Christoph Wolf (Mitarbeiter des Bauhofs), Heidrun Kammer (Erste Beigeordnete), Manfred Wetz (Bürgermeister), Dr. Johannes Fertig (Vorsitzender der Europa-Union Wetteraukreis) und Joachim Gutermuth (Europa-Union Wetteraukreis). Text + Foto: bu

Baumpflanzung in Rockenberg / Europa-Union im Wetteraukreis erinnert an Schuman-Rede vor 70 Jahren

ROCKENBERG (bu). „In diesem Jahr steht die Europawoche unter einem besonderen Anlass, denn wir begehen am 9. Mai das 70. Jubiläum der Schuman-Erklärung. Sie war eine Sternstunde der Humanität und Weitsicht und ihre Kernbotschaft hat nichts von ihrer Bedeutung verloren“, sagt Dr. Johannes Fertig, Kreisvorsitzender der parteiübergreifenden Europa-Union anlässlich der diesjährigen Europabaumpflanzung in Rockenberg.  „Am 9. Mai 1950 legte der französische Außenminister Robert Schuman in seiner historischen Rede den Grundstein für die europäische Einigung. Mit seiner kühnen Idee, die damals wichtigsten Rohstoffe – Kohle und Stahl – von den früheren „Erbfeinden“ Deutschland und Frankreich gemeinsam verwalten zu lassen, setzte er auf Zusammenarbeit statt Konkurrenz, auf Gemeinschaft statt Nationalismus und auf Vertrauen statt Argwohn“, so Fertig.  

Zur diesjährigen Europawoche  hat die parteiübergreifende Europa-Union im Wetteraukreis, die sich der Pflege der europäischen Einheit widmet, der Gemeinde Rockenberg einen Baum gespendet. Der Baum wurde am 6. Mai auf dem Alten Friedhof neben der katholischen Kirche gepflanzt. Bürgermeister Manfred Wetz sagte: „Die Fläche mitten im Dorf wird seit der Dorferneuerung schrittweise in eine öffentliche Grünfläche verwandelt, 2015 wurde das Ehrenmal für die Gefallenen und Vermissten der der beiden Weltkriege nach hier verlegt.“ 

Fertig nannte Schumans Grundgedanken seiner Erklärung zeitlos.  Dies werde gerade jetzt in der Corona-Krise deutlich, in die dieses Jubiläum fällt. „Europa lässt sich nicht mit einem Schlag herstellen und auch nicht durch eine einfache Zusammenfassung: Es wird durch konkrete Tatsachen entstehen, die zunächst eine Solidarität der Tat schaffen“, sagte Schuman in seiner Rede. „Diese Solidarität der Tat muss bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie und ihrer Folgen überall in der EU wieder sichtbarer und erlebbarer werden“, fordert Fertig. Leider seien in der Corona-Krise nationale Reflexe sichtbar geworden, sei es bei einseitigen Grenzschließungen oder anfänglicher Konkurrenz bei derschaffung von medizinischem Bedarf. „Die Corona-Pandemie wie jede andere globale Herausforderung können wir besser bewältigen, wenn wir unsere Kräfte bündeln und gemeinsam solidarisch handeln. Corona stellt die EU und die Weltgemeinschaft auf eine harte Probe. Unsere Antwort darauf lautet: Besser zusammen“, unterstreicht  der Kreisvorsitzende. Wir wollen aber den Geist der Schuman-Erklärung weitertragen und gerade in der aktuellen Situation für noch mehr Zusammenarbeit und Solidarität in der EU werben“, erklärt Fertig.  

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