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Tafel reduziert Plastikverpackungen

UMWELT – Vorstand will 700 „Knotenbeutel“ pro Woche einsparen / Kunden können Behälter mitbringen

BUTZBACH (pe). Die Butzbacher Tafel senkt den Anteil von Plastikverpackungen bei der Warenausgabe. Das beschloss der Vorstand, wie Vorsitzender Wolfgang Effinger mitteilt. Im Jahr 2016 lag der Verbrauch von Kunststoffverpackungen allein in Deutschland bei über drei Millionen Tonnen, ein Großteil davon entfiel auf den Lebensmittelhandel. Die Tafel Butzbach sei zwar kein Lebensmittelhändler im eigentlichen Sinne, unterliege aber denselben Rahmenbedingungen wie der Handel, vor allem was Verpackungsmaterialien und Lebensmittelhygiene anbetrifft. „Bei der Einsammlung von jährlich fast 100 Tonnen Lebensmitteln spielt die Verpackung bis zur Entsorgung von Kartonagen et cetera eine große Rolle. Bislang wurden die meisten frischen Waren nach der Sortierung in dünnen Plastiktüten (sogenannte Knotenbeuteln) verpackt und für die Tafelkunden bereitgestellt“, erläutert Effinger. „So werden jährlich bis zu 40 000 Plastiktüten verwendet, was bei vielen Lebensmitteln hygienisch durchaus sinnvoll erscheint, aber auch einen erheblichen Kostenfaktor darstellt und ökologisch bedenklich ist.“

Der Vorstand der Tafel hat daher entschieden, den Einsatz von Plastikverpackungen zunehmend zu reduzieren und wenn möglich darauf zu verzichten. „Ein Anfang wird kommende Woche mit den Backwaren – Brot und Brötchen – gemacht, die den Kunden unverpackt angeboten werden. Jeder Tafelkunde kann selbst entscheiden, ob er diese Lebensmittel in mitgebrachte Behältnisse legen oder von angebotenen Papiertüten Gebrauch machen will“, so Effinger. Auf diese Weise könnten wöchentlich bis zu 700 der dünnen Plastiktüten eingespart werden. „Ein wichtiger erster Schritt in die richtige Richtung“, meint der Tafelvorsitzende.

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