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Tauben füttern künftig verboten

VERORDNUNG – Stadt Butzbach will Schäden vorbeugen / Bis zu 5000 Euro Geldbuße drohen

BUTZBACH (thg). Der Umweltausschuss billigt einstimmig die Einführung einer Verordnung der Stadt Butzbach über das Taubenfütterungsverbot. Das ist das Ergebnis der Sitzung am Donnerstag in der Mehrzweckhalle Nieder-Weisel. 

Die Verordnung sieht vor, dass im gesamten öffentlichen Raum, also auf Flächen oder Verkehrswegen, aber etwa auch Parks, die sich im Eigentum der Stadt befinden, das Füttern von Tauben eine Ordnungswidrigkeit darstellt. Auf Flächen in privater Hand kann die Verordnung nicht angewandt werden, dies wäre ein Eingriff in den privaten Bereich, zumal es auch Taubenzüchter gibt. 

So ist das direkte Füttern beispielsweise auf dem Marktplatz ebenso untersagt wie das Ausstreuen oder Auslegen von Futter oder zum Beispiel Brotkrümeln, um Tauben anzulocken. Bei einem Verstoß kann eine Geldbuße in Höhe von bis zu 5000 Euro verhängt werden, zunächst bewegt sich dies aber im Verwarnungsgeld-Bereich. 

Die Frage, wie die Einhaltung überwacht werden soll, wurde im Ausschuss besprochen. Zum einen könne jeder Bürger Verstöße melden. Zum anderen seien die Hilfspolizisten in der Stadt unterwegs. Bürgermeister Michael Merle sagte, es sei nicht so, dass die Mitarbeiter nichts Besseres zu tun hätten, als aufs Taubenfüttern zu achten. Er sieht in der Verordnung eher die „Appell-Funktion“ an die Bevölkerung, die Tiere nicht mehr zu füttern. 

Speziell in der Butzbacher Innenstadt sei im vergangenen Herbst das Problem wilder Tauben akut geworden. In der Altstadt war das Dach eines Hauses beschädigt. Darunter bildete sich dann eine große Population von Tauben. Die Stadt beauftragte einen Schädlingsbekämpfer, der große Mengen Taubenkot in Schutzkleidung aus dem Gebäude entfernte, ebenso die Vögel. Das Dach wurde verschlossen. Da für die Stadt bei der Aktion Kosten anfielen, wurde ein Ansatzpunkt gesucht, um für die Zukunft Schäden solcher Art zu verhindern.

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