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Toni Huber Kernstadt-CDU-Vorsitzender

Weber tritt nicht wieder an / „Keine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Stadtverband gelungen“

BUTZBACH (pe/thg). Mit Anton „Toni“ Huber tritt ein bekanntes Gesicht als Vorsitzender der CDU Kernstadt wieder in das politische Rampenlicht. Nachdem sein Vorgänger Mark Weber aus persönlichen Gründen nicht mehr kandidierte, trat mit dem bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Huber ein erfahrener Politiker das Amt an: Huber war über zwei Wahlperioden Stadtrat.

Als Stellvertreter wählten die Mitglieder der CDU Kernstadt den Stadtverordneten Markus Ruppel, zur Schriftführerin wurde Petra Eierer bestimmt. Ferner gehören dem Vorstand an als Beisitzer das CDU-Urgestein Horst Salzmann, Günter Kurz, der stellvertretende Stadtverbandsvorsitzende und Stadtverordnete Benjamin Seliger, Ortsbeiratsmitglied Uwe Balser und der für eine ausgewogene Umweltpolitik bekannte Frank-Christoph Steinbach. Huber dankte dem scheidenden Vorsitzenden Mark Weber für dessen Engagement in schwierigem Fahrwasser.

Weber war zwei Jahre lang Vorsitzender der Kernstadt-CDU. „Es ist nicht gelungen, in dieser Zeit eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Stadtverband aufzubauen“, sagte er der BZ. „Ich hätte mich als geborener Butzbacher, der in der Stadt auch aufgewachsen ist, gerne weiter engagiert.“ Doch wenn es in zwei Jahren nicht möglich gewesen sei, das Vertrauen aufzubauen, dann werde sich das wohl auch nicht mehr ändern.

Weber hatte in seinem Bericht auf die schwierigen Diskussionen hingewiesen bei Themen, die zwar aus dem Blick der Gesamtstadt sinnvoll erschienen, aber für die Kernstadt eher nachteilig gewesen wären. „Ich habe das Gefühl, die Stadt wächst unkontrolliert.“ Ein langsameres und gesünderes Wachstum wäre nach seiner Auffassung besser. „Dass die Stadt zu schnell wächst, sieht man zum Beispiel an der Kinderbetreuung“, so Weber. Daher kämen auch die Probleme, Platz für weitere Gruppen zu schaffen und unter anderem auch, Personal zu finden. „Das Wachstum geht weiter, ohne sich Gedanken zu machen, ob auch die Infrastruktur auf mehr Einwohner ausgerichtet ist.“

Huber will in seiner Amtszeit auf jeden Fall die Mitgliederbetreuung intensivieren und junge Leute noch mehr in die Arbeit der CDU Kernstadt einbinden, wie er in der Versammlung ankündigte. So soll es mitgliederoffene Vorstandssitzungen ebenso geben wie Diskussionen in bürgeroffenen Veranstaltungen. Schwerpunktthemen sieht Huber im Bereich der Innenstadtentwicklung, der Schaffung ausreichender und steuerneutraler Kindergarten- und Kinderhortplätze, der Verbesserung der Straßensituation in der Kernstadt, der Unterstützung des Stadtteilbeirats im Degerfeld und insbesondere aber auch die Rückgewinnung von den Bürgern, die bei der Bundestagswahl „rechts“ gewählt hätten. „Hier haben wir ein offenes Ohr für die Probleme und Sorgen dieser Menschen, die sich offensichtlich abgehängt fühlen“, so Huber.

Der neugewählte Vorstand der CDU Kernstadt will sich noch intensiver in die Arbeit des Stadtverbands einbringen und konstruktiv an den Problemen, die die Kernstadt betreffen, mitwirken. Dazu zählt das Gremium auch die Klärung des Status quo der B3a-Diskussionen.

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