Trotz Regen kamen viele Wanderer zum traditionellen Hausbergfest

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Trotz Regen kamen viele Wanderer zum traditionellen Hausbergfest

Foto: rtz

Hoch-Weisel (rtz). Der Hausbergturm in der Nähe des Butzbacher Stadtteils Hoch-Weisel ist inzwischen weithin bekannt als lohnendes Ziel für Wanderer und Ausflügler. Aber nur wenige wissen, dass bereits am 25. Mai 1873 der erste Hausbergturm mit einer Höhe von 10 m eingeweiht wurde. 1875 stürzten orkanartige Stürme diesen Turm um. Ein Jahr später wurden die beschädigten Teile ausgebessert und der Turm wieder errichtet. Ab da fand alljährlich zu Himmelfahrt auf dem Hausberg ein Fest statt.

1941 musste der Turm wegen Baufälligkeit abgerissen werden. Auch ohne Aussichtsturm wurden danach am 1. Mai Hausbergfeste abgehalten, die jedoch mit der Errichtung der Radarstation der US-Army ausgesetzt werden mussten. Als 2005 der Wintersteinturm errichtet wurde, ergriff der heutige 1. Vorsitzende Manfred Imbescheid die Initiative, erkundigte sich bei Behörden und suchte Verbündete in der Gemeinde. Im September 2006 trafen sich die Mitglieder des heutigen Vorstands zu vorbereitenden Gesprächen und beschlossen die Vereinsgründung. Am 30.11.2006 erfolgte die Gründungs-Veranstaltung des Fördervereins Hausbergturm e.V. in der Hausberghalle. Auf die Initiative dieses Vereins hin wurde der zweite Hausbergturm vom 6.10.2007 bis 18.4.2008 erbaut. Den ersten Spatenstich hatte zu Baubeginn Hessens Ministerpräsident Roland Koch getan. Der Hausbergturm ist aus stabilem Holz auf einem Betonfundament gebaut und 23,25 Meter hoch. Von oben hat man einen wunderbaren Rundumblick.

Unter dem Motto „Die Mai-Wanderung mit der Turmbesteigung verbinden, gut essen und trinken – Herz was begehrst du mehr!“ hatte der Förderverein auch in diesem Jahr wieder zu einem Fest am 1. Mai auf den Hausberg eingeladen. Und dieser Einladung folgten viele Hundert Wanderer und Ausflügler aus nah und fern. Das Wetter war zwar gemischt, aber das tat der allgemeinen Freude keinen Abbruch.

Ab 10 Uhr genossen die vielen Besucher in rund 500 m Höhe die herrliche Aussicht über die Wetterau. Senioren wurden mit einem Shuttlebus vom Seniorenheim zum Hausberg gefahren. Für die Stärkung von Leib und Seele war auf dem Hausberg bestens gesorgt. Die fahrbare Feldküche (ein Relikt aus NVA-Beständen der ehemaligen DDR) bot eine leckere Erbsensuppe an. Diesmal waren über 400 Portionen vorgekocht worden, sodass die Suppe lange reichte. Aber es gab auch genügend Brat- und Rindswürstchen vom Grill. Den Durst konnten die Gäste mit Bier sowie verschiedenen alkoholfreien Getränken löschen. Wie immer bot der Heimatverein Hoch-Weisel e.V. am Nachmittag wieder Kaffee und im Backhaus frisch gebackenen Kuchen an. Alles fand reißenden Absatz.

Nach geselligem Beisammensein und gut Essen und Trinken folgte nur noch der Abstieg vom Hausberg. Aber bergab geht es ja bekanntlich leichter. Leider breitete sich dann ein dauerhafter Landregen aus. Man hofft, dass es im nächsten Jahr besseres Wetter gibt, denn dann feiert der Hausbergturm sein 10-jähriges Bestehen. Dazu wird es beim Maifest etliche Überraschungen geben.

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