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Turnerplatz-Umbau erst nächstes Jahr

ORTSBEIRAT — Einziges Angebot zu teuer / Kritik an langem Vorlauf / Zisterne für Bewässerung nutzen

MÜNSTER (mr). Der Ortsbeirat Münster hatte am Dienstagabend im Dorfgemeinschaftshaus Münster keine guten Nachrichten: Die eigentlich für dieses Jahr vorgesehene Umgestaltung des Turnerplatzes in der Dorfmitte muss nun wohl ins nächste Jahr verschoben werden. 

Wie Ortsvorsteher Roland Langer ausführte, seien sowohl das Interessensbekundungsverfahren als auch die freie Vergabe an einen Unternehmer nicht erfolgreich gewesen. Der Magistrat habe das einzige Angebot, das eingegangen sei, genau geprüft und sei zu dem Ergebnis gekommen es abzulehnen, weil es weit außerhalb der budgetierten Kosten lag. Im vierten Quartal wolle die Stadtverwaltung einen neuen Versuch unternehmen, allerdings rechnet man aufgrund der angespannten Lage am Baumarkt nicht mit einem Wunder. 

Gefährdet sieht man nun die Fördermittel, die von Kreis und Land für dieses Projekt genehmigt waren; bis zum 15. Oktober hätte die Maßnahme abgerechnet sein sollen, um in den Genuss der Fördermittel zu kommen. Aus parlamentarischer Sicht nicht ganz sauber gelaufen sei die Vorgehensweise, zumal lange genug über den Umbau gesprochen worden war. Zeitliche Verschiebungen, etwa durch eine notwendige Sanierung der Löschzisterne, die aber nach dem Bau des neuen Wasserhochbehälters oberhalb von Münster obsolet ist, hätten ebenfalls zur Verzögerung beigetragen. 

Im Zusammenhang mit der Zisterne im Dorfmittelpunkt regte der Ortsbeirat an, es zu ermöglichen, das Quellwasser zumindest für die Bewässerung zu nutzen und nicht einfach das Rohr in die Kanalisation zu verlegen, sollte die Zisterne demnächst im Rahmen des Umbaus zugeschüttet werden. Dies will der Ortsbeirat bei der Stadtverwaltung anregen. Anregungen und Fragen zur Umgestaltung, wie zum Beispiele die Frage von Elisabeth Helfert vom Seniorenbeirat zur Berücksichtigung eines behindertengerechten Zugangs seien berücksichtigt, so Langer. In diesem Zusammenhang wurde auf ein Tempo-30-Schild in dem Bereich hingewiesen, das kaum sichtbar sei. Der Ortsbeirat wolle das Ordnungsamt um Verlegung bitten. 

Weiteres Thema war die Leitbildkonferenz „Butzbach bewegen“, die eine breite Beteiligungsmöglichkeit böte. CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Euler erläuterte hierzu kurz die Historie. Kritische Töne aus der Zuhörerschaft kamen auf, weil man hinsichtlich der Organisation und der Vorgehensweise wenig Informationen habe und darüber hinaus die verwendeten Begriffe der sieben Leitbild-Schwerpunkte als zu theoretisch empfand. Ein Herunterbrechen auf die Stadtteile sei ebenso notwendig wie, so Ortsvorsteher Langer, eine Beteiligung auch der Menschen aus den Stadtteilen sei notwendig, damit nicht alle Finanzmittel wieder in der Kernstadt landeten. 

In der Bürgerfragestunde erläuterte der Ortsvorsteher fernerhin, dass ein Privatbürger angeboten habe einen Verkehrsspiegel an der Ecke Hessenmühle/Lochmühlstraße anzubringen. Dazu müsse das Ordnungsamt befragt werden. Auch das Thema „Raserei“ an den Ortseingängen von Hoch-Weisel, Hubertus und Wiesental kommend wurde angesprochen. Die Installation eines festen Blitzgerätes sei dort nicht vorgesehen und auch zu teuer; auch die Schaffung von fahrbahnverengenden Ortseingangsinseln oder die Anbringung von Kölner Schwellen wurden diskutiert, man erwarte Vorschläge des Ordnungsamts.

Auf Vorschlag von Burkhard Klehm solle die Mobilfunkabdeckung zusammen mit der Telekom geprüft werden; im Ortsinneren sei kaum eine Abdeckung vorhanden. Roland Langer berichtete, dass ein Privatbürger zumindest für den Turnerplatz eine WLAN-Versorgung angeboten habe; der Ortsbeirat werde dies aus seinem eigenen Budget umsetzen. Auch für den Bereich des Dorfgemeinschaftshaus sei über eine WLAN-Versorgung nachzudenken. Dafür habe die Feuerwehr sich bereits ins Gespräch gebracht. Euler regte an, mit der Stadtverwaltung Kontakt aufzunehmen, die Kontakte zur Telekom habe. 

Die Seniorenweihnachtsfeier ist für Sonntag, 2. Dezember, wieder im Pfarrsaal in Münster geplant, dafür sei die Musikgruppe „Wiesentaler Zitterklang“ engagiert worden. 

Ortsbeiratsmitglied Christoph Müller fragte, wann denn die avisierte Beweidung im Isseltal, die als Ausgleichsmaßnahme für den Neubau der Firma Aldi in der Kernstadt vorgesehen ist, erfolge. Der Ortsbeirat wird die Frage an die Stadtverwaltung weiter reichen. 

Ortsvorsteher Langer dankte der Feuerwehr, die die Bewässerung der Neuanpflanzungen auf dem neugeschaffenen Spielplatz übernommen habe, nachdem auf Anfrage in der Stadtverwaltung, wer die Bewässerung übernehmen würde, man die Antwort erhalten habe, die Bäume hätten eine Anwuchsgarantie, sprich man kümmere sich nicht darum. Eine solche Antwort stieß beim Ortsbeirat und bei den Zuhörern auf Unverständnis. 

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