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Über Burgbeleuchtung noch zu sprechen

Münzenberger Magistrat soll Thema bei Schlösserverwaltung anbringen / Anträge zur Infrastruktur gestellt

MÜNZENBERG (thg). Anträge der Fraktionen standen auf der Tagesordnung der vergangenen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung Münzenberg im Dorfgemeinschaftshaus Ober-Hörgern. Eingangs der Sitzung kündigte Bürgermeisterin Dr. Isabell Tammer an, dass die Kitas „aus allen Nähten platzen“. Für den Steinbergkindergarten stünden 19 Kinder auf der Warteliste. Die Stadtverordneten müssten sich in Kürze mit dem Thema weiterer Gruppen beschäftigen. 

Die CDU-Fraktion stellte den Antrag auf ein Feld- und Wirtschaftswegekonzept für die Stadt Münzenberg. Dem stimmte die Mehrheit im Parlament bei einzelnen Nein-Stimmen aus der FWG-Fraktion zu. CDU-Fraktionsvorsitzender Alexander Heise begründete die Notwendigkeit für ein solches Konzept damit, dass die Wege auch als Teil der Naherholungsmöglichkeiten und somit auch des Tourismus angesehen werden können. Bürgermeisterin Tammer verwies darauf, dass im Investitionsprogramm des Haushalts Maßnahmen vorgesehen werden, die die Verwaltung mit den Ortslandwirten bespricht. Touristische Wege würden grundsätzlich berücksichtigt. 

SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Hüttl plädierte für eine Verbindung des Antrags mit dem Entwicklungskonzept für die Stadt, um mögliche Fördermittel zu erhalten. Tammer sagte, dass Förderanträge beim aktuellen Stand in der Verwaltung schwierig zu betreuen seien, und Planungskosten seien nicht förderfähig. 

Die SPD-Fraktion beantragte die Modernisierung der 1989 installierten Burgbeleuchtung. Tammer berichtete, dass sich derzeit die Kosten „in Grenzen“ hielten mit 1800 bis 2000 Euro für Strom im Jahr. Im Verlauf der Diskussion führte FWG-Fraktionsvorsitzender Ro-nald Berg die Verwaltung der Schlösser und Gärten an, die „mit ins Boot“ geholt werden sollten. Hüttls Formulierung, dass der Magistrat mit der Schlösserverwaltung im Zuge der Gespräche über das Informationszentrum an der Burg auch über die Beleuchtung sprechen soll, wurde angenommen. 

In die Ausschussberatung geht der SPD-Antrag zum Anschluss von städtischen Gebäuden an das Glasfasernetz. Aber nicht für alle städtischen Liegenschaften könnte dies notwendig sein. Vielmehr sollten die Gebäude einzeln geprüft werden, die Entscheidung sollte Verwaltung und Magistrat überlassen werden, so die Bürgermeisterin. Zu überlegen sei, ob Anschlüsse gelegt werden könnten, ohne dass sie in Betrieb gehen. 

CDU und SPD beantragten umfangreiche Informationen über das Bebauungsplanverfahren „Altstädter Feld“. Ihnen geht es um den Stand des Entwurfs und um die Verhandlungen zwischen Stadt und „Wetterauer Früchtchen“ zum städtebaulichen Vertrag. Der Antrag wurde mit Mehrheit beschlossen. Die Bürgermeisterin sagte, dass in einer Ältestenratssitzung informiert worden sei und dass die Parlamentarier in einer Sitzung informiert werden sollen unter anderem von einem Fachplaner. 

Die CDU machte erneut den Gefahrenabwehrplan für die Stadt zum Thema. Laut Bürgermeisterin wurde Ende Januar ein Arbeitskreis ins Leben gerufen. Hinsichtlich der Sirenen-Abdeckung wurden zwei neue Standorte ausgemacht, der Standort Stadtverwaltung Gambach könne entfallen. Insgesamt gehe es um sechs Sirenen, Mittel für digitale Geräte werden für den Haushalt 2023 vorgesehen. Fördermittel in Höhe von 15 000 Euro stehen zur Verfügung. 

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