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Übernachten im Elvis-Presley-Bett

Hotel Weckler-Besuch: Sanierung der Villa Grunewald Bad Nauheim „Glücksfall für den Denkmalschutz“

BAD NAUHEIM (pdw). Seit zwei Monaten herrscht in der Villa Grunewald, die 1888 errichtet wurde und in der Elvis Presley einst für knapp vier Monate wohnte, wieder reges Kommen und Gehen. In Zusammenarbeit mit der Unteren Denkmalschutzbehörde des Wetteraukreises ist die Villa Grunewald in den vergangenen zwei Jahren aufwendig restauriert und saniert worden. Baudezernent Jan Weckler hat das Hotel kürzlich besichtigt.

„Ein Glücksfall für die denkmalgeschützte Villa, dass die Bad Nauheimer Architekten Alfred und Christian Möller die Villa Grunewald im Jahr 2015 gekauft und dann saniert haben. Sie ist ein gelungenes Beispiel wie Denkmalschutz und Moderne zusammen wirken können“, zeigt sich Baudezernent Jan Weckler beeindruckt.

Elvis Presley schlief in Zimmer 10

Seit Anfang 2016 wurde die Villa in enger Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde des Wetteraukreises saniert. Unter anderem wurde das Dach innen und außen restauriert und die Haustechnik erneuert. Erhalten geblieben sind zum Beispiel die mit Ornamenten verzierte Tapete im Erdgeschoss, der historische Kronleuchter und viele Möbelstücke, darunter natürlich das Original Elvis-Presley-Bett in Zimmer Nummer 10, in dem dieser einst wohnte.

Besonderes Highlight war der mit Wasser betriebene Aufzug, der aus dem Jahr 1912 stammt. „Leider kann dieser nicht mehr genutzt werden, wir haben ihn dennoch erhalten, um das Ambiente im Hotel zu unterstreichen“, sagte Bauherr Christian Möller. Direkt neben dem historischen Aufzug befindet sich nun ein moderner Glasaufzug. Die Inhaber Alfred und Christian Möller erklärten, dass es nach Angaben des Amtes für Denkmalpflege in ganz Europa nur zwei Aufzüge dieser Art gebe. Bei der gesamten Sanierung habe man das Ziel gehabt, die historischen Elemente beizubehalten und mit modernen Elementen zu verbinden, so die Architekten.

Thomas Dröscher ist gelernter Hotelier und hat das Hotel in Grunewald als Pächter im August dieses Jahres wiedereröffnet. „Bereits von 1920 bis 2007 wurde die Villa Grunewald als Hotel genutzt, die Voraussetzungen sind einfach ideal“, findet er. Insgesamt verfügt das Hotel über 16 Zimmer, das Elvis-Zimmer erfreut sich dabei großer Beliebtheit. Neun der Zimmer verfügen über eine kleine Küchenzeile, es gibt eine Suite und zwei Junior-Suiten. Das kulinarische Angebot im Bistro ist dabei nicht nur den Hotelgästen vorbehalten.

Erster Kreisbeigeordneter und Baudezernent Jan Weckler sagte zum Abschluss seines Besuchs: „Besonders erfreulich ist es, dass es eine so gute und enge Zusammenarbeit zwischen Inhabern und Denkmalschutzbehörde gab. Das Ergebnis ist wirklich beeindruckend und sollte Mut machen für weitere Projekte. Die Villa Grunewald mit dem Bistro ist jetzt in Bad Nauheim wieder ein fester Anlauf- und Anziehungspunkt geworden, der die Attraktivität der Kurstadt weiter steigert“.

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