Jubiläumskonfirmation am Palmsonntag in Münster
7. März 2018
Leserbriefe: Vielleicht hilft Diesel-Tribunal
7. März 2018

Unterkunft bald bezugsfertig

FLÜCHTLINGE – Gemeinde Rockenberg setzt Doppelhaushälfte im Gambacher Weg instand –

ROCKENBERG (thg). Die Betten stehen schon in der künftigen Flüchtlingsunterkunft der Gemeinde im Ortsteil Rockenberg bereit. Das Gebäude im Gambacher Weg 3 ist so gut wie bezugsfertig. Bürgermeister Manfred Wetz führte gestern durch das Haus, zuvor hatte er die Haupt- und Finanzausschuss-Mitglieder informiert.

Im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde die Doppelhaushälfte in der Nachbarschaft der Justizvollzugsanstalt (JVA) Rockenberg für 46 000 Euro gekauft. Zuzüglich Instandsetzung und Ausstattung belaufen sich die Ausgaben auf 178 000 Euro, so Wetz. Das Dach musste zwingend repariert werden, auch die Holzverkleidung war nicht mehr intakt. Zwei Dachflächenfenster wurden neu eingebaut. Dies geschah in Absprache mit der zuständigen Behörde, denn das Ensemble der fast 20 Häuser rund um die Anstalt steht unter Denkmalschutz.

Im Wesentlichen beschränkte sich die Gemeinde auf die notwendigen Arbeiten. So ist es auch im Inneren des ehemaligen Hauses des Landes für Mitarbeiter des Justizvollzugsdienstes. Jeweils ein Zwei- und ein Dreibettzimmer befinden sich im Erd- und im Obergeschoss. In jeder Etage wurde eine Küche eingebaut, die Gästetoilette auf jeder Etage wurde um eine Dusche erweitert. Im Keller steht bereits eine Waschmaschine. Eine neue Heizung musste eingebaut werden. Unter anderem wird die Wasserversorgung umgestellt, die bislang von der JVA aus erfolgte.

Neben einem Bett wird für jeden Bewohner ein Schrank, ein Stuhl und im Zimmer ein Tisch vorhanden sein. Das Mobiliar für die Küchen stammt aus der früheren Ratsschänke in Oppershofen. Für die Ausstattung der Küchen etwa mit Töpfen, Pfannen, Geschirr und Besteck wird die Gemeinde noch um Spenden bitten. Auch beispielsweise Bettwäsche werde noch benötigt. Rollos und Gardinen werden noch angebracht. Die Landfrauen haben sich bereiterklärt, die Grund-
reinigung zu übernehmen, wenn alles fertig ist.

Grundsätzlich kann das Haus auch als Wohnhaus vermietet werden, sollte es für die Unterbringung von Flüchtlingen nicht mehr benötigt werden, sagte Wetz. Das gelte auch für die Hofreite in der Oppershofener Hasselgasse. Dort habe die Gemeinde bislang 170 000 Euro für Kauf und Sanierung investiert. Es stehen zwölf Plätze zur Verfügung, von denen neun belegt seien. Hinzu kommen private Anmietungen.

Rund 40 Flüchtlinge können in der Gemeinde untergebracht werden, 48 wurden vom Wetteraukreis zugewiesen. Einige von ihnen wohnen schon privat. Von für das letzte Quartal des vorigen Jahres angekündigten sieben Zuweisungen blieben zwei tatsächliche Zuzüge. Doch auch die geringe Zuweisungszahl könne sich wieder ändern, sagte der Bürgermeister. Neben Syrern wohnen Menschen aus Eritrea, Äthiopien und Afghanistan in der Gemeinde. Dass Rockenberg zugerechnete Flüchtlinge in Merkenfritz wohnen, ist ein Auslaufmodell. Wetz erinnerte daran, dass der Eigentümer der dortigen Unterkunft die Wohneinheiten künftig privat vermieten möchte.

Die sozialarbeiterische Betreuung der Rockenberger Flüchtlinge übernimmt der Kreis, der regelmäßig Sprechstunden im Rathaus anbietet. Die ehrenamtlichen Helfer sind in mehreren Gruppen organisiert in Rockenberg und in Oppershofen und im Willkommensnetz Rockenberg, das als „Kristallisationspunkt“ fungiert. Darüber ist der große „runde Tisch“ organisiert, der regelmäßig auch von der Gemeinde Informationen erhält. Hinzu kommt ein Sportcoach der Sportjugend Hessen mit Kontakt in die Vereine.

Auf der Autobahn 5 wird „grundhaft erneuert“

BUTZBACH (thg). Die Fachkonferenz „Straßenbau von Hessen Mobil“ fand gestern im Friedberger Kreishaus statt. Zwischen den Anschlussstellen Butzbach und Fernwald auf der A5 ist die grundhafte Erneuerung in zwei Abschnitten geplant: zunächst zwischen April und Oktober, weitere Entwässerungsarbeiten zwischen März und September nächsten Jahres. An der B 3 sollen drei Wirtschaftswegbrücken im Bereich Bad Nauheim/Nieder-Mörlen zwischen Mai und September instand gesetzt werden. Insgesamt gibt es 21 neue Projekte im Straßenbau in der Wetterau. 36 laufende Maßnahmen werden fortgesetzt. Das Investitionsvolumen beträgt für alle Projekte zusammen rund 42 Millionen Euro, davon fließen 32 Millionen Euro in Maßnahmen des Bundes. Für die 18 neuen und laufenden Projekte des Landes sind rund 7,7 Millionen Euro eingeplant, für Arbeiten an Kreisstraßen rund zwei Millionen Euro.

Comments are closed.