Butzbacher Autobahnpolizei beendete Drogenfahrt
12. Januar 2022
Im Wetteraukreis drohen ab Samstag Corona-„Hotspot-Regeln“
13. Januar 2022

„Unternehmen sind für Sie da“

BUTZBACH. Auf dem Butzbacher Marktplatz trafen sich die Unterstützer der Aktion „Diese Unternehmen sind für Sie da“ (v.l.) Volksbank-Vorstand Thomas Köhler, Butzbach-Aktiv-Vorsitzender Patrick Kempf, Volksbank-Vorstand Ralf Krause, Bürgermeisterin Dr. Isabell Tammer (Münzenberg), Bürgermeister Manfred Wetz (Rockenberg), BZ-Chefredakteurin Christel Gratzfeld, vom Innenstadtmanagement André Haußmann und Bürgermeister Michael Merle (Butzbach). Text + Foto: thg

Anzeigen-Aktion für Butzbach, Münzenberg und Rockenberg in der BZ endet / Dank an Unterstützer 

BUTZBACH (thg). Seit Mai erschien jeden Samstag in der BZ eine ganze Anzeigenseite unter der Überschrift „Diese Unternehmen sind für Sie da“. Für diese Aktion arbeiteten Stadt Butzbach, Stadt Münzenberg, Gemeinde Rockenberg, Volksbank Butzbach, Butzbach Aktiv und die BZ zusammen. Die Aktion ist nun abgeschlossen, die Unterstützer trafen sich am Mittwoch auf dem Butzbacher Marktplatz. 

Ursprünglich entstand die Idee zu solch einer Seite im Jahr 2020, als der Lockdown wegen der Corona-Pandemie zu Schließungen in Handel, Gewerbe und Gastronomie führte. Unternehmen, die ihre Dienste anbieten durften, darunter speziell die Gastronomen, die Speisen zum Abholen und als Lieferdienst verkaufen durften, waren aufgerufen, sich unentgeltlich in die Liste aufnehmen zu lassen. Im vergangenen Mai ließen die Unterstützer nach dem Pandemie-Winter die Aktion wieder aufleben. 

André Haußmann vom Butzbacher Citymanagement bedankte sich bei den Vertretern der Unterstützer. Knapp 100 Unternehmen aus Butzbach, Münzenberg und Rockenberg hätten sich eintragen lassen. „Wer sich gemeldet hat, der durfte auf der Seite erscheinen“, sagte er. Auch in den Online-Medien der Stadt Butzbach wurde die Liste verbreitet. 

Der Butzbacher Bürgermeister Michael Merle hob die interkommunale Zusammenarbeit hervor. Von der Aktion hätten drei Kommunen profitiert. Der Rockenberger Bürgermeister Manfred Wetz bedankte sich im Beisein der Münzenberger Bürgermeisterin Dr. Isabell Tammer bei Haußmann für die Umsetzung der Arbeit, der auch André Heuser von der IT-Abteilung der Stadtverwaltung und von der Butzbacher Zeitung neben Chefredakteurin Christel Gratzfeld auch Druckvorstufe-Mitarbeiter Sebastian Spatz hervorhob. Ferner bedankte er sich beim Vorsitzenden vom Gewerbeverein Butzbach Aktiv, Patrick Kempf für die Mitarbeit. 

Kempf sagte, auf die Situation der Wirtschaft in Butzbach angesprochen, die Situation sei „durchwachsen“. Für die Gastronomie sei es „wirklich mau“. Angesichts der Regeln bis hin zu „2G plus“ blieben die Gäste vielfach weg. Alle verzeichneten eine drastische Abnahme der Gästezahl. Für die anderen Branchen sei die Entwicklung vom Gewerbeverein nur schwer zu ermitteln. Haußmann wies darauf hin, dass der Leerstand in der Butzbacher Innenstadt „nicht exorbitant“ angestiegen sei. Es habe sogar Neueröffnungen gegeben. 

Ein akutes Problem sei aber, so Kempf, der Personalmangel etwa in Branchen, die unter Corona-Gesichtspunkten nicht als zukunftssicher gelten. Dazu zähle unter anderem die Gastronomie nach zwei Lockdowns, Bedienungen oder auch Köche suchten sich andere Stellen. Auch für das Handwerk sieht Kempf einen kommenden Mangel. Junge Leute, die Homeschooling mitgemacht hätten, könnten sich mitunter nicht vorstellen, dass dies im Berufsleben nicht funktioniere. 

Volksbank-Vorstand Thomas Köhler erklärte, aus seiner Sicht seien die Unternehmen stabil, auch im Handwerk laufe es gut. Viele Unternehmen hätten „einiges an Speck angesetzt“, um durch die Krise zu kommen. Bei Krediten gebe es keine Probleme. Während die meisten Branchen gut durch die Pandemie gekommen seien, litten Gastronomie und Event-Branche „gewaltig“, sagte sein Vorstandskollege Ralf Krause. 

Köhler wies darauf hin, dass eher die Lieferengpässe noch Schwierigkeiten bereiten würden, die unter anderem das Handwerk beträfen. Zudem fürchtet er, dass die Inflation noch weiter anhalten werde. Die Unternehmen hätten noch nicht alle entstandenen Mehrkosten an die Verbraucher weitergegeben. Entsprechende Aufschläge würden kommen. Den Personalmangel fürchtet Köhler auch für seine Bank, sie würde junge Leute einstellen, finde aber niemand. 

Comments are closed.