Urteil nach Geiselnahme und Misshandlung in Gießen

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Urteil nach Geiselnahme und Misshandlung in Gießen

GIESSEN (lhe). Im Prozess um die Geiselnahme und Misshandlung mehrerer Männer in Gießen ist der Hauptangeklagte zu acht Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt worden. Das Landgericht Gießen sprach den Mann schuldig, mit Gewalt versucht zu haben, von den Opfern Informationen über ein angebliches gegen ihn gerichtetes Komplott zu bekommen. Fünf weitere Angeklagte wurden wegen ihrer Tatbeteiligung zu Haft- oder Bewährungsstrafen verurteilt. Laut Gericht hatten die sechs Angeklagten die Männer im November 2018 in Gießen stundenlang festgehalten und unter anderem mit Bambusstangen geschlagen. Einem Mann wurde ins Bein geschossen, weitere Opfer erhielten Hammerschläge auf die Hände. Die Angeklagten übernahmen dabei jeweils unterschiedliche Rollen. Der Hauptangeklagte spielte früher eine führende Rolle bei der inzwischen auf-gelösten rockerähnlichen Gruppe Bahoz in Gießen. Die Richter gingen davon aus, dass er aufgrund seines exzessiven Kokainkonsums zur Tatzeit vermindert schuldfähig war und ordneten die spätere Unterbringung des Mannes in einer Entziehungsklinik an.

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