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VdK muss „weiter Gutes tun“

Foto: hwp

Jubiläum Butzbacher Ortsverband des Sozialverbands besteht 70 Jahre / Stadtrat Mentz hält Festrede

BUTZBACH (hwp). „Der Anlass ist bedeutend, die Worte wohl gewählt“ – mit rheinischer Leichtigkeit und dennoch gebührender Achtung vor den Leistungen und Ansprüchen des Sozialverbandes VdK im allgemeinen und den Verdiensten des Ortsverbandes Butzbach hielt Stadtrat Michael J. Mentz am Samstag eine Festrede. 70 Jahre VdK in Butzbach galt es zu würdigen und das tat der Laudator, selbst seit 26 Jahren Mitglied in Deutschlands größtem Sozialverband.

Als „Verband der Körperbehinderten, Arbeits- und Kriegsinvaliden und Hinterbliebenen“ in Form einer Selbsthilfeorganisation in Zeiten größter Not 1946 gegründet, hat sich der VdK im Laufe der Jahrzehnte zu einem modernen Sozialverband für alle Generationen mit einem vielschichtigen Tätigkeitsfeld entwickelt. Der VdK berät und vertritt heute seine Mitglieder in wesentlichen Bereichen des Sozialrechts.

Gleichzeitig wuchs aber auch die Bedeutung des Sozialverbandes als ein unermüdlicher Kämpfer für soziale Gerechtigkeit. Der VdK hat eindringlich an die immer größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich, auf die Altersarmut und an Missstände in der Pflege und der Schaffung von Barrierefreiheit erinnert. Bei seiner Arbeit vergisst der VdK nie, dass gerade für Menschen mit Behinderung wie auch alten Mitbürgern die aktive Teilhabe am Gemeinschaftsleben eine unabdingbare Voraussetzung für ein menschenwürdiges Dasein ist. Deshalb hilft, unterstützt und berät der VdK Butzbach/Griedel nicht nur in Fragen des Sozialrechts, sondern bietet seinen Mitgliedern regelmäßig gemeinsame Aktivitäten an, die die wichtige Teilhabe am kulturellen Leben eröffnen. Weihnachtsfeier, Faschingsveranstaltungen, Sommerfeste, Ausflüge sind da beispielhaft zu nennen. All dies ist nur möglich, weil viele Mitglieder sich hier ehrenamtlich einbringen.

Stellvertretend für alle, die sich durch ihre ehrenamtliche Arbeit für den Zusammenhalt in Butzbach vom VdK verdient gemacht haben, sind die bisherigen Vorsitzenden zu nennen: Heinrich Langlois (Gründer ab 21. März 1947), Werner Mappes (1981 – 1991), Elfriede Bang (1992 – 2004), Dietlinde Hock (2005), Karl-Arno Krummel (2005 – 2012), Erika Brückmann (2013/2014), Harald Diebel (seit März 2014 bis heute). Ausdrücklich gedankt sei auch jenen, die als Vorstandsmitglieder und in sonstigen Funktionen zur erfolgreichen Arbeit im Ortsverband mit seinen derzeit 560 Mitgliedern beigetragen haben.

„70 Jahre VdK Butzbach bedeuten eine unermessliche Fülle an Arbeit, Hilfsbereitschaft, Nächstenliebe und Sorge um unsere Mitbürger. Wer 70 Jahre Gutes getan hat, verdient Dank und Anerkennung und muss dies aber auch weiter tun“, so Mentz.

Aktuell „sollten wir darauf achten, das der Landeswohlfahrtsverband mit seinen spezifischen Kompetenzen für Menschen mit Behinderungen erhalten bleibt.“ Dieser Wissens- und Handlungspool sollte nicht ohne Not einer angedachten Neuorganisation, nämlich der anvisierten Angliederung dieser Aufgaben an die Kommunalverwaltungen, zum Opfer fallen. Mentz: „Die Errungenschaften unseres Sozialstaates sind ein hohes Gut, das wir nicht leichtfertig aufs Spiel setzen dürfen. Deshalb ist und bleibt soziale Gerechtigkeit die Richtschnur unseres Handelns.

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