Verblüffende Wirkung der Tipps

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Verblüffende Wirkung der Tipps

Foto: bader

KRITIKSINGEN – Hausberg-Wettertal-Sängerbund stellte Mitgliedschören Experten Stefan Claas zur Seite 

BUTZBACH (pd). Der Hausberg- Wettertal-Sängerbund (HWS) veranstaltete jüngst in der Alten Turnhalle in Butzbach das Kritiksingen mit zwölf Chören. Kritiksingen waren traditionell Veranstaltungen, die den Chören dazu dienten, ihren Leistungsstand vor Chorwettstreiten zu reflektieren und den Sängern und Chorleitern eine Rückmeldung zu geben. Chorwettstreite sind jedoch nicht aller Chöre Ding, viele Sänger, aber auch Chorleiter verweigern sich geradezu dem Messen von Kultur, wie der HWS feststellt. Trotz oder gerade deshalb ist die Rückmeldung von einem externen, musikalisch ausgebildetem Juror für die Probenarbeit der Chöre hilfreich und unterstützt Chorleiter bei der musikalischen Arbeit mit dem Chor. Dass dies Früchte trägt, konnte am Samstag gehört werden, so die Veranstalter.

Zwölf Chöre in drei Gruppen kamen zusammen, um sich von dem studierten Kirchenmusiker und Bariton Stefan Claas aus Aschaffenburg, der als Juror fungierte, lehrreiche Tipps für einen musikalisch (noch) besseren Auftritt „abzuholen“. Die teilnehmenden Chöre waren im Einzelnen: Gruppe 1: Männerchor „Frohsinn“ Nieder-Weisel, Gesangverein (GV) „Liederkranz“ Pohl-Göns, „Klangfarben“ GV 1838 Butzbach, GV „Eintracht“ Rödgen; Gruppe 2: Frauen- sowie der Männerchor „Frohsinn“ Steinfurth, „Liederkranz“ Nieder-Weisel; Gruppe 3: „Crescendo“ des „Frohsinn“ Steinfurth, GV „Germania“ Ober-Hörgern, „Liederkranz“ Langenhain-Ziegenberg, „HinGehört“ Bad Nauheim, „Cantico verde“ des GV Immergrün Rockenberg; kurzfristig sagte der „Da Capo“ des „Liederkranz“ Nieder-Weisel auf Grund von zahlreicher krankheitsbedingter Ausfälle von Sängerinnen ab.

Die Chöre spannten einen großen Bogen von aktueller Pop-Musik bis zu Werken aus der Romantik. So vielfältig wie die Besetzungen, waren auch die vorgetragenen Titel. Die zahlreichen Zuhörer bedachten die unterhaltsamen Liedvorträge mit Applaus und waren auf die Kritik zu dem Gehörten und den folgenden Vortrag gespannt. Dafür griff der erfahrene Wertungsrichter auf seinen reichen Erfahrungsschatz zurück. Er gab den vortragenden Sängern, aber auch den Dirigenten wertvolle Hinweise, wo an welchen Stellen es aus seiner Sicht Potential zur Verbesserung gibt. Dies spielte sich in einer angenehmen Atmosphäre ab. Class verkörperte einen Berater für die Teilnehmer, der die einfühlsame wie konstruktive Kritik äußerte, ohne diese aufdringlich wirken zu lassen. Er überzeugte die Sänger, aber auch die Chorleiter in einer passenden Mischung aus Respekt und Humor. Er ließ auch durchaus einzelne Passagen nach den Tipps und Hinweisen nochmals vortragen. Oft waren die Zuhörer und auch die Sänger verblüfft, welche Wirkung diese Tipps und Hinweise hatten.

Während sich die Chöre in der Alten Turnhalle der Kritik unterzogen, hatten die „Klangfarben“ des Gesangvereins Butzbach in derem angrenzenden Probenraum ein Kuchenbuffet aufgebaut. Dieses Angebot nutzten die Chöre gern, um Erfahrungen auszutauschen. Auf diese Weise wurden während der Veranstaltung Freundschaften aufgefrischt. An das Kritiksingen schloss sich nach kurzer Pause ein Stimmbildungs-Seminar mit dem Schwerpunkt Einsingen sowie das rasche Einstudieren von zwei Liedern an. Dass diese Übungseinheit fast eineinhalb Stunden dauerte,  wurde den Sängern erst später bewusst. Der Dozent wusste mit seinem Charme die Sänger so zu fesseln, dass die Zeit nur so davoneilte. Dafür griff Claas erneut auf seine langjährige Erfahrung zurück und ging frei von Manuskripten auf die Sänger und ihre Fragen ein.

Dank des Wertungsrichters, der engagierten Chöre und deren Leiter war die Veranstaltung eine große Werbung für den Chorgesang, resümierte der HWS. Fazit des Kritiksingen ist, dass der HWS eine große Vielfalt aus fest in der nördlichen Wetterau verwurzelten Chören aufweist, dies sowohl was die Chorgattung als auch die musikalische Ausrichtung betrifft, nämlich traditionell wie modern.

Foto: bader

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