VHC-Wanderer wurden mit wunderschönen Ausblicken belohnt

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VHC-Wanderer wurden mit wunderschönen Ausblicken belohnt

BUTZBACH (neu). Zur Planwanderung des VHC Butzbach hatten Annemarie und Dieter Neumeyer am Sonntag nach Wetzlar eingeladen. Unterhalb der Burgruine Kalsmunt wurden die Fahrzeuge geparkt. Durch das Wohngebiet führte der Weg zur Eisenhardt ins freie Feld. Hier tat sich ein großartiger Weitblick in das Lahntal und den gegenüberliegenden Westerwald auf. Das Kloster Altenberg lag gut sichtbar in der Sonne.

Auf dem Rundweg „Dr. Wilhelm-Witte-Weg“ ging es durch den Wald aufwärts. Die trockenen Tage hatten den Weg sehr gut abgetrocknet. Der Weg auf dem Bergrücken zwischen Nauborn und dem Magdalenenhäuser Tal bot den Blick auf Wetzlars Höhen, den Stadtteil Nauborn und den Stoppelberg. Nach einer Stehpause führte der Weg hinüber zum Hofgut Magdelenenhausen, das früher ein beliebter Treffpunkt der in Wetzlar stationierten Soldaten mit der Bevölkerung war.

Eine Runde auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz machte die Anstrengungen des BUND deutlich, das „Nationale Naturerbe Weinberg/Magdalenenhäuser Hute“ zu pflegen und für Besucher zugänglich zu machen. Spuren von Panzern, Schützengräben und tiefe Mulden zeugen noch von der Zeit, als Wetzlar mit seinen 5000 Soldaten die zweitgrößte Garnisonsstadt in Deutschland war. Heute beleben Schafherden das von der Natur zurück eroberte Gelände, der BUND bietet vielfältige Aktionen an, um die selten gewordenen Pflanzen und Tiere kennen zu lernen. Sie haben dort einen ungestörten Lebensraum gefunden.

Mit einem Blick auf die noch vorhandenen Gebäude aus der Zeit, als die Soldaten hier übten, verließen die  21 Wanderer Magdalenenhausen und wanderten auf dem Bergrücken zurück nach Wetzlar. In Sichtweite immer begleitet vom Dünsberg. Als Höhepunkt der Wanderung erfolgte der Aufstieg auf den Aussichtsturm Kalsmunt. 101 Stufen waren nach drei Stunden Wanderung und knapp 12 Kilometern zu erklimmen. Belohnt wurden die Teilnehmer durch einen fabelhaften Rundblick über die Stadt Wetzlar und ihre Umgebung. Die 1226 erstmals urkundlich erwähnte Reichsburg Kalsmunt diente dem Schutz wichtiger Handelsstraßen, die sich in Wetzlar trafen. Sie hatte Ende des zwölften und im dreizehnten Jahrhundert ihre Blütezeit. In den letzten Jahren rückte sie wieder in den Blickpunkt, denn Grabungen förderten nicht nur Münzen, sondern auch Skelettteile zu Tage. Diese Funde sorgten dafür, dass auch in diesem Jahr Studenten weitere Grabungen durchführen werden, um die Umrisse und die Reste der Burgkapelle frei zu legen.

Auf dem Kalsmunt endete eine Wanderung, die gesegnet war von dem herrlichen Sonnenschein und den weiten Blicken in unsere schöne Umgebung. Zur nächsten Wanderung lädt der VHC Butzbach am 23. April ein; das Ziel ist dann das Naturschutzgebiet „Heuchelheimer See“.

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