Vier Prozent: Landrat von Zahl der Impfungen von Schülern enttäuscht

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Vier Prozent: Landrat von Zahl der Impfungen von Schülern enttäuscht

Bericht und Anträge im Wetterauer Kreistag / Mehrheit für Frauenförderplan in der Kreisverwaltung

WETTERAUKREIS (jwn). Bei der Verabschiedung des Frauenförderplans 2020 bis 2025, dem im Ausschuss einstimmig zugestimmt wurde und deshalb auch den Kreistag ohne weitere Diskussion hätte passieren können, bestand die AfD in der Kreistagssitzung am Mittwoch dann doch noch einmal auf Aussprache. Der Grund: Nach ihrer Ansicht mache der Frauenförderplan keinen Sinn, weil schon jetzt deutlich mehr als 50 Prozent der Beschäftigten in der Kreisverwaltung Frauen seien. „Deshalb müssten eigentlich die Männer Anspruch auf einen Förderplan stellen und nicht die Frauen“, so die AfD-Sprecherin Cornelia Marel. Weil die Frauen zudem lieber halbtags arbeiten würden, brauche man keine Arbeitsgruppe für Gleichberechtigung. „Das Geld können wir uns wirklich sparen“, so Marel. Aber die Mehrheit im Plenum sah dies anders und stimmte mit großer Mehrheit dem Frauenförderplan zu.  

Abgelehnt, wie schon im Vorjahr ein fast gleichlautender Antrag der Linken, wurde auch in der Sitzung am Mittwoch deren Forderung nach Ersatz der Mietobergrenze durch einen qualifizierten Mietspiegel für die Erstattung der Mietkosten für sozial Bedürftige. Die Mietobergrenzen werden laut der Erste Kreisbeigeordenten Stephanie Becker-Bösch (SPD) fortlaufend angepasst, sodass es keinen Bedarf für eine Abänderung des Konzeptes gebe.  

Zurückgezogen wurde schließlich auch noch der Antrag der Grünen, eine Fußgängerampel in Bad Nauheim-Rödgen unverzüglich in Betrieb nehmen zu wollen. Zur Gewährleistung eines sicheren Schulweges war diese Fußgängerampel auf Wunsch der Eltern, der Schulleitung und auch der politischen Gremien vor Ort errichtet worden. Wegen eines Formfehlers bei der Antragsstellung war dann aber von der Verkehrsbehörde ihre Inbetriebnahme untersagt worden. Nachdem der Fehler behoben worden war, wurde dann aber die Inbetriebnahme doch erlaubt. Deshalb erklärten die Grünen in der Sitzung ihren Antrag für erledigt.   

Bleibt noch der Blick auf die Corona-Situation im Kreisgebiet. Der Landrat zeigte sich vor allem im Hinblick auf die Impfzahlen bei Schülern sehr enttäuscht. Bis zum 30. September hätten sich von den 21 000 Schülern im Kreisgebiet lediglich 820 impfen lassen. „Das sind gerade einmal vier Prozent und deshalb viel zu wenige“, bedauerte Weckler. Schließlich sei Impfen der beste Schutz gegen das Coronavirus.     

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