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„Von Sisyphus war nicht die Rede“

Keine Schulführung für Abiturienten von 1997 am „langen Wochenende“, aber Denkmal frei zugänglich 

BUTZBACH (thg). Der Abi-Jahrgang 1997 der Weidigschule traf sich am Wochenende – allerdings ohne die Schule und das von ihm geschaffene Sisyphus-Denkmal zu besuchen (die BZ berichtete). Dass sie, wie im Nachbericht angegeben, das Denkmal nicht hatten besuchen dürfen, ist falsch. Das sagt Schulleiterin Annette Pfannmüller im Gespräch mit der BZ. 

Seit August standen Pfannmüller und einer der Koordinatoren des Treffens, Sebastian Hankel, in Kontakt. Über einen Besuch auf dem Schulgelände sei dabei nie gesprochen worden, so die Schulleiterin. „Es ging immer um eine Schulführung.“ Das bestätigt auch Hankel  im Gespräch mit der BZ. Eine Führung durch die Schule sei aber der Gruppe „forsch“ abgesagt worden. 

Diese Absage begründet Pfannmüller damit, dass kein Mitglied der Schulleitung speziell an diesem „langen Wochenende“ zu einer Führung bereit war, was auch „mit dem erheblichen Aufwand“ hinsichtlich Sicherheitsdienst und Alarmanlage  zusammenhänge. Pfannmüller hatte vorgeschlagen, ehemalige Tutoren des Jahrgangs zu kontaktieren, aber von ihnen auch keine Zusage erhalten. 

„Aus Sicht des Jahrgangs kann ich gut verstehen, dass man mit diesem Ergebnis unzufrieden war.“ Aus eigener Erfahrung wisse sie, dass eine Schulführung nach so vielen Jahren für die Teilnehmer „immer ein großer Spaß ist“, so Pfannmüller. Hankel sagte, dass sich die ehemaligen Schüler gern angesehen hätten, was sich verändert hat. Einer sei aus Finnland, ein anderer aus Wien angereist. 

Laut Pfannmüller hätte es zum Treffen am Sisyphus gar keiner Führung bedurft: „Das besagte Denkmal befindet sich an einer Stelle des Schulgeländes, das auch am Wochenende und ohne weitere Hilfe frei zugänglich ist. Und selbstverständlich hätte ich dies den Ehemaligen auch so gesagt und sie sogar ermuntert, sich dort zu treffen, wenn schon keine Schulführung stattfinden konnte.“

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