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Bürgermeister Michael Merle berichtet auf Grünen-Anfrage von Gebäude mit öffentlicher und privater Nutzung

BUTZBACH (thg). In der jüngsten Sitzung der Butzbacher Stadtverordnetenversammlung stellte Christiane Dörr-Eheim für die Grünen-Fraktion eine Anfrage zum Butzbacher Bahnhofsareal an den Magistrat. Sie möchte den Stand der Planung und das weitere Vorgehen erfahren. Bürgermeister Michael Merle sagte in der Sitzung, dass er davon ausgeht, dass den parlamentarischen Gremien im Lauf des ersten Quartals nächsten Jahres eine Vorlage unterbreitet wird. 

Auf BZ-Anfrage nach näherer Erläuterung sagte der Bürgermeister, dass derzeit mit einem privaten Investitionswilligen Gespräche geführt würden. Dabei geht es um das Bahnhofsgebäude, das als Ersatz für den abgerissenen früheren Bahnhof errichtet werden soll. Ziel sei eine Kombination von öffentlicher und privater Nutzung und eine Steigerung der Aufenthaltsqualität. Näheres führte er dazu nicht aus. In der Sitzung hatte er davon gesprochen, den Platz mit privaten Personen und Institutionen zu entwickeln. 

Das erinnert an frühere Ideen vorheriger Investoren für den Bahnhofs-Nachfolgebau. Seinerzeit war im Zuge der Planung der Bahnhof-Arkaden daran gedacht worden, dass neben beispielsweise einem Bäcker auch das Citybüro der Energie und Versorgung Butzbach in ein neues Bahnhofsgebäude einzieht und ein Wartebereich geschaffen wird. 

Als erste mündliche Antwort in der Sitzung verwies Merle darauf, dass ein rechtskräftiger Bebauungsplan bestehe. An der Innenstadt- und an der Westseite der Bahn gebe es entsprechende Baufenster, um Bahnhofsgebäude und eine mögliche Überführung zu schaffen. Zudem stehe der Rahmen für die Errichtung eines Parkhauses auf dem Boden der Stadt an der Nussallee. Dabei sind noch weitere Detailfragen mit der Bahn zu klären, daran arbeiteten die Parkhausbetriebe.  

Zum Punkt Barrierefreiheit wies Merle darauf hin, dass vor etwa drei Wochen Bund und Land Verträge abgeschlossen hätten. Damit sei das auf eine rechtliche Grundlage gestellt worden, was der damalige Verkehrsminister Andreas Scheuer vor einigen Monaten verkündet hatte. Demnach sollte Butzbach in den Kreis von Städten aufgenommen werden, in denen ein barrierefreier Zugang zu allen Gleisen gebaut werden soll. 

Nun müssten die Grundlagen geklärt werden, ob eine Überführung oder eine Alternative in Form einer Unterführung geschaffen werde. Die „Korridore“ seien mit der Bahn bereits vorher abgestimmt worden, sollten Aufzüge gebaut werden. Merle zeigte sich dankbar für die Unterstützung des Landes und der Bahn. Er geht davon aus, dass die Barrierefreiheit „ohne kommunalen Beitrag aus dem Haushalt“ hergestellt werde. 

Im beschlossenen integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept ist der Bahnhofsbereich für eventuelle förderbare Projekte enthalten, so Merle. Die bisherigen Planungen würden überprüft. Im Gespräch mit der BZ sagte er, dass die früher zugesagte Beteiligung des Rhein-Main-Verkehrsverbunds bestehe. 

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