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Vorsicht an Telefon und Haustür geboten

Bei kommunaler Butzbacher EVB Nachrichten über unseriöse Werber eingegangen

BUTZBACH (pm/thg). In einer Pressemitteilung warnt die Energie und Versorgung Butzbach (EVB) erneut vor unseriösen Telefonanrufen und Postwurfsendungen. Vermehrt hatten sich nach Unternehmensangaben Kunden beim kommunalen Energieversorger gemeldet, die auf Telefonwerbung und versuchte Haustürgeschäfte hinwiesen.

Vor allem zum Jahresende und -anfang nutzten wegen der Zeit der Jahresabrechnungen Werber die Gelegenheit für unlautere Angebote, so die EVB. „Tricks gibt es nicht nur bei Billiganbietern, sondern auch bei einigen Konzerntöchtern und Stadtwerken“, warnt sie in der Pressemitteilung.

Unter anderem lockten Energieversorger Neukunden mit hohen Boni, damit der Erstjahrespreis billig erscheint. Aber die Auszahlung sei oft an komplizierte Bedingungen geknüpft. „Je höher der Bonus, desto größer die Motivation, den Bonus nicht zu zahlen. Ohne Bonus zahlt man meist mehr als selbst in der örtlichen Grundversorgung.“ Genau zu beachten seien auch die Regularien zur Kündigung beim Thema Bonus.

Dass oft bereits Erstjahrespreise ohne Bonus nicht kostendeckend seien, mache eine drastische Erhöhung im zweiten Jahr erforderlich. „Die Preiserhöhung kommt häufig versteckt in Werbeschreiben oder langen E-Mails. Diese werden dann vielfach übersehen“, warnt die EVB. Wenn die Erhöhung auffalle, sei meist das Sonderkündigungsrecht bereits verpasst worden.

Ein Problem sei auch die „Service-Wüste“. Schlechter Service werde bewusst eingesetzt, damit der Kunde nicht zu seinem Recht kommt: mit endlosen Warteschleifen, Anfragen und Kündigungen ohne Antwort.

„Nur zahlen, was Sie verbrauchen“, so werden Tarife ohne monatlichen Grundpreis beworben. Dabei werde der entfallende Grundpreis in einen höheren Arbeitspreis eingerechnet und je nach Preisstufe eine Mindestabnahmemenge gefordert, erläutert die EVB diese Werbestrategie.

Zum Jahreswechsel ändern sich regelmäßig die gesetzlichen Umlagen. Kurz vor Jahresende werde dem Kunden aber noch der Altjahrespreis mit der alten Höhe der Umlagen EEG, 19NEV, Offshore und so weiter „untergeschoben“. Zum 1. Januar werde die Umlagen-Erhöhung aber trotzdem vollzogen.

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