Waffen, Munition und Drogen gefunden

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Waffen, Munition und Drogen gefunden

GAMBACH. Wegen des Besitzes von Waffen, Munition und Drogen verfolgte die Polizei im Rahmen von großangelegten Ermittlungen zwei Verdächtige nach Gambach. Einer von ihnen kam in einer umgebauten Scheune ums Leben. 

Polizei berichtet über Großeinsatz gegen zwei Männer in der Nacht zum Dienstag und weitere Durchsuchungen

GAMBACH (ots/thg). Wegen der „komplexen Ermittlungen“ hatte die mittelhessische Polizei am Dienstag noch keine weiteren Angaben zu dem Großeinsatz unter anderem in Gambach (die BZ berichtete) gemacht. Der Grund seien weitere Ermittlungen in dem Fall gewesen. Das geht aus einer gestern von Polizei und Staatsanwaltschaft Gießen veröffentlichten Pressemitteilung hervor. In dem Fall geht es um Waffen und Drogen. Die Behörden bestätigten auch den Todesfall, von dem Zeugen berichtet hatten. 

Staatsanwaltschaft und die Gießener Kripo ermitteln wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, das Waffengesetz und das Betäubungsmittelgesetz. In der Nacht zum Dienstag fand dann in Wetzlar und Gambach ein größerer Polizeieinsatz statt. Eine „gesuchte Person“ wurde während der Fahndung in dem Werkstattgebäude in Gambach tot aufgefunden.

Zunächst hatte es laut Polizei in der Nacht zum Dienstag Hinweise darauf gegeben, dass sich in Wetzlar zwei Personen, die im Besitz von Schusswaffen sein sollen, aufhalten. Bei einer Kontrolle wurde ein 39-Jähriger festgenommen. Der andere flüchtete in einem Auto. Im Zuge der Fahndung wurde der Tatverdächtige in Gambach gefunden. Während der Flucht kam es gegen 2.15 Uhr zu einem Unfall mit einem Zivilfahrzeug der Polizei. Nach dem Unfall flüchtete der Verdächtigte weiter in seinem Fahrzeug. 

Wenig später wurde ein 27-Jähriger nach Angaben der Polizei leblos in einem Lagerraum einer umgebauten Scheune in Gambach gefunden. Trotz erster Reanimationsmaßnahmen der Polizeibeamten und der Rettungskräfte verstarb er.

Ein Todesermittlungsverfahren der Kriminalpolizei Bad Homburg im Rahmen der Obduktion erbrachte keine Hinweise auf äußerliche Verletzungen oder ein Fremdverschulden. Vielmehr fanden sich Hinweise auf den Konsum von Betäubungs- oder Arzneimitteln und eine kardiologische Vorerkrankung, wie die Polizei berichtet. Die weiteren Untersuchungen dazu dauern an.

Am Dienstag und am Mittwoch kam es zu weiteren kriminalpolizeilichen Ermittlungen wie Durchsuchungen und weiteren Festnahmen. Sie stehen laut Polizeibericht in Verbindung mit dem Verfahren. 

Am frühen Dienstagnachmittag fanden die Beamten in der Nähe des Fluchtweges in Gambach eine Maschinenpistole, etwa 300 Schuss Munition und Drogen. Am Mittwoch suchten Beamte der Bereitschaftspolizei nochmals den Bereich ab.

Insgesamt fanden die Ermittler in den Durchsuchungen umfangreiche Beweismittel, darunter diverse Betäubungsmittel, zwei Maschinenpistolen, zwei Pistolen und mehrere Hundert Schuss Munition unterschiedlichen Kalibers. 

Gegen den 39-Jährigen, der in der Nacht zum Dienstag in Wetzlar festgenommen wurde, wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl vom Amtsgericht Gießen erlassen.

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