Paddy goes to Holyhead beim Keltenwelt-Kultursommer
2. August 2019
Beim Butzbacher Open-Air-Kino …
5. August 2019

Waldbrandbekämpfung aus der Luft

BUTZBACH. Der hessische Innenminister Peter Beuth überreichte am Samstag in Butzbach auf dem Segelfliegerplatz vier Rollcontainer mit Ausrüstungsgegenständen zur Waldbrandbekämpfung im Wert von 1 Million Euro an Katastrophenschutzeinheiten. Das Foto zeigt vordere Reihe v.l. Norbert Kartmann, Ralf Ackermann (Präsident Landesfeuerwehrverband), Innenminister Peter Beuth, Bürgermeister Michael Merle und Erster Stadtrat Manfred Schütz, (hintere Reihe v.l.): Christian Veitenhansl, Stadtbrandinspektor der Feuerwehr der Stadt Butzbach; Andreas Litwin, stellv. Stadtbrandinspektor und Lars Henrich, Kreisbrandinspektor Wetteraukreis. Text + Fotos: win

Hessens Innenminister übergab Katastrophenschutzeinheiten neue Ausrüstung für 1 Mio. Euro

BUTZBACH (win). Um besser gegen Waldbrände vorgehen zu können, brauchen Hessens Feuerwehren neue Ausrüstung. Am Samstag übergab Innenminister Peter Beuth (CDU) auf dem Gelände des Aero-Clubs Butzbach vier neue Abrollcontainer voll mit Waldbrandbekämpfungs-Ausrüstung an die Einsatzkräfte aus Darmstadt, Lauterbach, Wolfhagen sowie für das Zentrallager des Hessischen Katastrophenschutzes in Wetzlar. Wert: eine Million Euro. Hessen investiert so viel wie noch nie in den Brandschutz und rüstet im Kampf gegen Waldbrände weiter auf. Nach dem Sommer letztes Jahr, der alle Hitzerekorde brach, ist es auch in diesem Jahr wieder viel zu heiß und zu trocken. Die Waldbrandgefahr steigt. 

Hessen ist vorbereitet 

„Hessen ist auf großflächige Waldbrände vorbereitet“, sagte Beuth. Neu in der Waldbrandbekämpfungs-Ausrüstung sind mobile Wassertanks, die Feuerwehr, Polizeifliegern und Katastrophenschutz künftig das Löschen von Waldbränden erleichtern sollen. Mehr als 36 000 Liter fasst der Tank, der am Samstag bei einer Übung auf dem Segelflugplatzgelände gleich getestet wurde. Die faltbaren Behälter haben den Vorteil, dass sie von einem Löschzug in die Nähe eines Waldbrandes transportiert und dort betankt werden können. Die Hubschrauber müssen nicht mehr bis zum nächsten natürlichen Gewässer wie Fluss oder See fliegen und können in einer höheren Taktung das Wasser über einem Brandherd versprühen. Kurze An- und Abflugwege seien bei der Brandbekämpfung entscheidend, sagte Moritz von Zezschwitz, Leiter der hessischen Polizeifliegerstaffel.

Waldbrandbekämpfung aus der Luft 

Da die hessischen Feuerwehren keine eigenen Hubschrauber haben, kooperieren sie bei der Waldbrandbekämpfung aus der Luft mit den Hubschrauberstaffeln des Landes und des Bundes. Auf dem Segelflugplatz wurde die neue Ausrüstung der Öffentlichkeit vorgestellt und im Rahmen einer Waldbrandübung ausprobiert. Zum Einsatz kamen ein Hubschrauber der hessischen Polizeifliegerstaffel aus Egelsbach und ein Hubschrauber der Bundespolizei, der in Fuldatal stationiert ist. Sie rücken bei großflächigen Waldbränden gemeinsam zur Waldbrandbekämpfung aus. An Bord sind jeweils zwei Piloten und ein sogenannter „Operator“. Der muss in jeder Hinsicht Geschick beweisen. Denn er liegt bäuchlings an der geöffneten Hubschraubertür und steuert mit einem Joystick den sogenannten „Bambi-Bucket“, einen Löschwasser-Außenlastbehälter, mit dem der Hubschrauber Wasser aus dem mobilen Wassertank aufnimmt und während des Fluges über dem Wald wieder abgibt. Der kleine „Bambi-Bucket“ hat ein Fassungsvermögen von 795 Litern, der große fasst 1960 Liter.

Präzise und feinfühlig 

Der für die Übung bereitgestellte mobile Tank gehört mit einem Volumen von 36 000 Litern eher zu den kleineren. „Da muss man schon ein bisschen chirurgisch arbeiten“, erklärte der Operator im Hubschrauber der Bundespolizei, Helmut Brandt. Um den Einsatz präzise durchführen zu können, müsse der Pilot entsprechend feinfühlig fliegen, ergänzte er. Dreimal drehten die beiden Hubschrauber bei der Übung ihre Runden über dem Segelflugplatz, nahmen punktgenau Wasser mit dem Bambi-Bucket aus dem mobilen Wassertank auf und versprühten es anschließend über dem angrenzenden Wald und über einem Einsatzfahrzeug der Butzbacher Feuerwehr. 

Die Zuschauer waren beeindruckt von der spektakulären Flugschau. Nach Beendigung des Einsatzes durften sie die Hubschrauber aus nächster Nähe bestaunen und manch einer sogar den Innenraum betreten. Die Piloten standen nicht nur der Presse Rede und Antwort. Geduldig beantworteten sie auch die vielen Fragen der großen und kleinen Heli-Fans und gaben Einblick in ihre Arbeit. Zufriedene Gesichter auch bei Innenminister Beuth, den Kolleginnen und Kollegen der Feuerwehren und des Katastrophenschutzes.

Auf dem Foto ein spektakulärer Einsatz zur Waldbrandbekämpfung aus der Luft mit dem Hubschrauber der hessischen Polizeifliegerstaffel aus Egelsbach und dem Hubschrauber der Bundespolizei aus Fuldatal. Text + Fotos: win

Comments are closed.