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Waldwege bleiben weiter Thema

Erholungswald Umweltausschuss beschäftigt sich mit Konzept-Umsetzung / Dank für Bankspenden

Butzbach (dt). Breiten Raum nahm in der Umweltausschusssitzung im Bürgerhaus am Mittwochabend der  Sachstand zu weiteren Schritten bei der Umsetzung des Erholungswaldkonzeptes ein.

Detailliert und umfassend stellte die städtische Fachgebietsleiterin für Landwirtschaft und Forsten, Karin Morkel, den Ausschussmitgliedern den aktuellen Stand und die weiteren Maßnahmen im „PEFC-Limes-Erholungswald Butzbach“ vor. Zu den fertiggestellten Projekten und Maßnahmen verwies sie auf den Tierweitsprung, die Holzorgel, das Insektenhotel, den Barfußpfad, die Baumartentafel und das Baumtelefon. Einige Maßnahmen auf dem Natur- und Erlebnispfad sind Orientierungs-, Erläuterungs-, Themen- und die Übersichtstafeln an der Taunusstraße; nach dem Zeitplan sei im Dezember mit der kompletten Fertigstellung der Tafeln zu rechnen. Berücksichtigt habe man – so Morkel – eine einfache Gestaltung, um dem leider immer wieder vorkommenden Vandalismus künftig weniger Angriffsflächen zu bieten.

Die Fachgebietsleiterin sagte Dank allen Spendern, die die Anbringung und das Aufstellen von Ruhebänken im Erholungswald unterstützten. Es stelle sich die Frage nach den geeigneten Standorten, für 2018 sei dann die Erstellung eines städtischen Bänkekatasters geplant. Weiter teilte Morkel mit, dass man im Oktober einen Teilabschnitt des Panoramaweges –  im Rahmen einer öffentlichen Waldwanderung – interessierten Bürgern vorgestellt habe. Weitere Maßnahmen seien im Winter geplant. Aufgaben seien eine Verbesserung des Wegezustandes mit dem Schwerpunkt von Lichtraumprofilen, die Bankstandorte und die Streuobstwiesen Pohl-Göns. Ausschussvorsitzender Rainer Michel (Grüne) erinnerte an sechs neu aufgestellte Bänke in Maibach und richtete einen Appell an spendenwillige Bürger, sich zu engagieren.

In ihrer Präsentation wandte sich die Fachgebietsleiterin danach der notwendigen Beschilderung der Wanderwege und -ziele zu, so unter anderem der Aktualisierung der Beschilderung zum Hausbergturm, des Limes-Radweges und der Erneuerung, Ergänzung und Verbesserung von Übersichtskarten an den Wanderparkplätzen. Die Instandhaltung und Pflege des Wegenetzes mache einen großen Aufwand erforderlich, zumal die Mitarbeiter des Baubetriebshofes regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen vornehmen müssten.       In ihren Arbeitsbereich fielen auch Belange des Natur-/Biotopschutzes und der Jagd. Stichworte dazu seien „Stille Erholung“ und Minimierung von Störungen, Überdenken des Wegenetzes, Biotopflegemaßnahmen, weitere Ökopunktemaßnahmen und auch Nutzungsverzichte. Nicht aus dem Auge verlieren wolle man daneben Angebote für Kinder und Erwachsene im Rahmen der Waldpädagogik und die Öffentlichkeitsarbeit (Nutzung neuer Medien/Internetauftritt) in Verbindung mit dem Angebot von geführten, themengebundenen Waldwanderungen.

Im Rahmen eines „Konfliktmanagements“ bitte die Stadt um Mängelmeldungen durch die Bürger. Themen seien besonders die beschädigte Beschilderung, Müll und Vandalismus.

Ein Thema sei natürlich die Finanzierung. 20 000 Euro seien vorgesehen worden für die Unterhaltung der Erholungseinrichtungen und des Walderlebnispfades; auf 12 000 Euro belaufe sich der erhöhte Aufwand für die Wegepflege in Stadtnähe. Dazu kämen Kosten für die Löhne der Waldarbeiter, für Unternehmen und Material. Abschließend verwies Morkel auf die Erfolgskontrolle und Überarbeitung des Konzeptes, verbunden mit dem angekündigten Audit. „Wir sind erst am Anfang der Umsetzung eines fortwährenden Prozesses“, zog die Fachgebietsleiterin Bilanz.

In der Fragerunde wurde von Ausschussmitgliedern die Verunreinigung und Verschmutzung der Wege unter anderem durch die Landwirtschaft angesprochen. Es gelte natürlich das Verursacherprinzip, das in der Realität jedoch schwer durchzusetzen sei. Bürgermeister Michael Merle plädierte für ein verständnisvolles Miteinander aller Wegenutzer und an die Sorgfalt der Landwirte, auch im Hinblick auf die Erhaltung der Wegeränder und Schutzstreifen. Ein weiteres Thema in der Diskussion war die Sanierung bestehender und die Planung neuer Schutzhütten.

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