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Wegen Mängel und Mehrbedarfs

BUTZBACH. Die Mitglieder des Ausschusses Energie, Umwelt, Landwirtschaft und Forsten informierten sich über die beiden geplanten Trinkwasser-Behälter in der Waldsiedlung und in Münster sowie über die mit dem Neubauverbunde­nen Ausgleichsmaßnahmen. Text+ Foto: rm

Neue Wasserbehälter Ortstermin des Umweltausschusses in der Waldsiedlung und Münster

BUTZBACH (rm). In der Sitzung des Ausschusses Energie, Umwelt, Landwirtschaft und Forsten informierten am Samstag der Umweltplaner Wolfgang Wagner und der EVB-Mitarbeiter Jürgen Hofmann über die geplanten Neubauten der zwei Trinkwasser-Anlagen in der Waldsiedlung (Gemarkung Nieder-Weisel und Münster.

Neben den Ausschussmitgliedern begrüßte der Vorsitzende Rainer Michel (Grüne) Bürgermeister Michael Merleund den EVB-Geschäftsführer Michael Weiß.

Am 1961 errichteten Hochbehälter in der Waldsiedlung teilte Jürgen Hofmann mit, dass im Jahr 2012 alle Hochbehälter im Einzugsgebiet der EVB untersucht wurden. Dabei wurden z. T. erhebliche Mängel an den Gebäuden und zu geringe Kapazitäten insbesondere hinsichtlich der vorzuhaltenden Löschwasser-Mengen festgestellt. Nach der Fertigstellung der neuen Wasserröhrern in Pohl-Göns werden jetzt die Hochbehälter in Nieder-Weisel und Münster durch größere Anlagen ersetzt.

Landschaftsplaner Wolfgang Wagner zeigte den Anwesenden die 1000m2 große Fläche für den Neubau hinter dem bestehenden Hochbehälter am Hessentagsweg. Zu Beginn der Planungen wurden zunächts die Biotopwerte der Waldfläche festgestellt; anschließend der Biotop- und Waldausgleich geplant.

Die Untere Naturschutzbehörde (UNB)  genehmigte die erstellten Planungen für die Fläche vor dem Hochbehälter in Münster., die in den vergangenen Jahren von einer Baumschule angepachtet wurde.

Hofmann zeigte den Anwesenden die Pläne für den Neubau in der Waldsiedlung. Direkt im Anschluss an den vorhandenen Hochbehälter, der später für Fledermäuse und andere Tiere zur Verfügung gestellt werden soll, wird eine 25m lange, 12m breite und 12 m hohe Halle, die farblich an die Umgebung angepasst, errichtet. In diesem Gebäude werden zwei Edelstahltanks (VA-Stahl) untergebracht. Die Fertigstellung der ca. 1,5 Millionen Euro teuren Maßnahme ist für März 2019 vorgesehen.

Zum nächsten Außentermin nach Münster fuhren die Mitglieder des Umweltausschusses in einem Kleinbus und in Fahrgemeinschaften. Dort erläuterte Wagner die Ausgleichsmaßnahmen. Auf einer Fläche von 1000m2 vor dem 1974 erichteten Hochbehälter werde eine stufenweise, kopfhohe Bepflanzung mit Sträuchern und Bäumen vorgenommen. Teilweise sollen bereits vorhandene, gekennzeichnete Pflanzen erhalten bleiben. Die drei jeweils 200 m3 fassenden Röhren aus Kunststoff werden in die Erde gelegt. Die Oberfläche wir mit Naturrasen eingesäht. Die Fertigstellung des Projektes in Münster ist für Juni 2018 vorgesehen.

EVB-Geschäftsführer Michael Weiß teilte mit, dass Münster und Bodenrod – wie bisher – von dieser Trinkwasseranlage  versorgt werden. Beplant sei ferner die Verlegung einer Wasserleitung von diesem Standort nach Fauerbach, damit ein Betriebspunkt, der Hochbehälter Fauerbach, entfallen könne. Abschließend bedankte sich der Ausschussvorsitzende Michel bei den Referenten für die umfassenden Informationen, bei der Protokollantin, Karin Morkel,für ihre Arbeit und bei  den Ausschussmitgliedern für ihr gezeigtes Interesse. Er bedauerte, dass kein Mitglied der eingeladenen Ortsbeitäte aus Nieder-Weisel und Münster anwesend sein konnte.

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