Weidigschüler gewinnen drei erste Plätze bei „Jugend forscht“

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Weidigschüler gewinnen drei erste Plätze bei „Jugend forscht“

BUTZBACH. In seiner mit dem ersten Platz im Fachgebiet Technik prämierten Forschungsarbeit beim Schulwettbewerb „Jugend forscht“ vergleicht der Weidigschüler Richard Wörle die Energieausbeute von fixierten (untere Ebene) und dem Sonnenstand folgenden (mittlere Ebene) Solarpanels, wobei die Ausrichtung der beweglichen Solarpanels von dem Sonnenstand-Messmodul (obere Ebene) gesteuert wird. Text + Foto: br

Erfolge im Regionalwettbewerb Mittelhessen in Physik, Biologie und Technik / Acht Arbeiten eingereicht

BUTZBACH (br). Die ersten Plätze und damit die Zulassung zum Landeswettbewerb in Kassel in den drei Fachgebieten Physik, Technik und Biologie der Kategorie „Schüler experimentieren“ gingen am Wochenende an drei Weidigschüler: Henriette Dubowy, die am selben Tag auch an der Landesrunde der Matheolympiade teilnahm, erhielt für ihre Forschungsarbeit zur Fragestellung „In welcher Erde gedeihen Tomatenpflanzen am besten?“ den Preis in Biologie. Jan-Phillip Günther ging der messtechnisch sehr schwierigen Frage der Strahlung von Mobiltelefonen nach. Die Technische Hochschule Mittelhessen, die gemeinsam mit der Justus-Liebig-Universität Gießen seit diesem Jahr Ausrichter des Regionalwettbewerbs ist, hat ihm zur Weiterführung seiner im Fachgebiet Physik prämierten Untersuchung diesbezüglich Unterstützung angeboten. Richard Wörle hat zur Beantwortung seiner Frage „Wie kann ich Solarzellen automatisch auf die Sonne ausrichten?“ einen komplexen Aufbau von beweglichen Solarpanels gebaut, die durch Arduino-gesteuerte Motoren und einem von ihm geschriebenen Programm dem Sonnenstand folgend ausgerichtet werden. Dafür wurde er mit dem ersten Platz im Fachgebiet Technik belohnt. 

Gemeinsam mit ihren Betreuern Lothar Jakob, Dr. Friedemann Graubner und Dr. Anke Ordemann bereiten sich die drei Gewinner jetzt auf die Herausforderung vor, mit ihren Forschungsarbeiten auf dem Landeswettbewerb gegen die Gewinner der anderen Regionalwettbewerbe anzutreten und dort auch viele neue Eindrücke und Ideen zu erlangen.

Die insgesamt acht beim Regionalwettbewerb eingereichten Forschungsarbeiten der Weidigschule erlangten noch weitere hervorragende Platzierungen: Mit einem zweiten Platz in der Kategorie „Schüler experimentieren“ wurde die von Hanna Blum unter großer Sorgfalt bezüglich des Tierschutzes durchgeführte Forschungsarbeit zu Reviergrößen von Freigängerkatzen unter Nutzung von GPS-Sendern honoriert. 

Auch die Untersuchungen von Merle Gorr und Jana Ondraczek wurden mit zweiten Plätzen gewürdigt, Gorr hat anlässlich der Backhefe-Knappheit im letzten Frühjahr erforscht, wie man Hefe zu Hause erfolgreich selbst züchten kann. Ondraczek ist der Fragestellung nachgegangen, welchen Einfluss die Oberflächenbepflanzung auf die Population von Regenwürmern hat. Diese Arbeiten wurden von Jan Konen und von Lothar Jakob betreut.

In der Kategorie „Jugend forscht“ für Teilnehmer ab 15 Jahren freuten sich Moritz Wörle und Philipp Ganßert über einen zweiten Platz im Fachgebiet Technik, sie haben inspiriert von dem Film Avatar den Desktop eines Computers auf 360 Grad erweitert. 

Einen dritten Platz im Fachgebiet Mathematik/Informatik erreichten Elias Hoppe und Jannis Metz für Konzeption und Bau eines CO2-Sensors. Die Betreuung dieser Arbeiten haben Dr. Friedemann Graubner und Dr. Joachim Tröll übernommen. 

Sechs der acht Preisträger der Weidigschule sind Schüler der naturwissenschaftlichen Profilklassen (NaWi-Klassen), darunter alle drei zum Landeswettbewerb zugelassenen. Für die in den letzten Jahren kontinuierlich hochwertigen Arbeiten von Weidigschülern und die gute Organisation im Hintergrund erhielt Ordemann den Betreuerpreis des Regionalwettbewerbs. Sie begründet die erfreuliche Tatsache, dass alle Teilnehmer der Weidigschule dieses Jahr eine Platzierung erreichten, zum einen damit, dass die Schüler sich die Fragestellungen selbst ausgesucht haben und damit für das jeweilige Thema brennen, zum anderen mit der großen Erfahrung vieler Mint-Lehrer der Weidigschule in der Betreuung von Forschungsarbeiten. 

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