Weitere Funktionsräume im Treffpunkt

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Weitere Funktionsräume im Treffpunkt

STADTTEILBEIRAT – 4000 Einwohner aus 53 Nationen im Degerfeld, darunter 1000 unter 16 Jahren

BUTZBACH (dt). Die Frage könnte man stellen und vielleicht wird sich die Butzbacher Stadtverordnetenversammlung demnächst damit beschäftigen: Ist das Degerfeld mit seinen mittlerweile annähernd 4000 Einwohnern – darunter 1000 Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren – noch Teil der Kernstadt oder doch eher ein eigener „Stadtteil“. Wenn das Letztere zukünftig der Fall werden würde, wäre das Degerfeld der größte Butzbacher Stadtteil. 

Der Vorsitzende des Stadtteilbeirats Michael Schröter zeigte am Ende der Sitzung des Gremiums die Problematik exakt auf: „Wird es nach 2021 noch eine politische Vertretung für das Degerfeld geben?“ Eine inhaltlich ähnliche Anfrage hatte die UWG kürzlich in einer Anfrage an den Magistrat formuliert. 

Am Dienstagabend im Gruppenraum des Treffpunktes Degerfeld informierte Quartiersmanagerin Senel Ayana die Mitglieder des Stadtteilbeirats zunächst über die intensiven Vorbereitungen für das bevorstehende Stadtteilfest am Sonntag, 8. September, von 13 bis 17 Uhr. Dort wolle der Stadtteilbeirat mit den Besuchern ins Gespräch kommen. Dazu werde es einen Infostand geben, an dem Mitglieder des Stadtteilbeirats zu Gesprächen mit den Besuchern zur Verfügung ständen. Weiter plant der Beirat die Erstellung eines Info-Flyers, in dem er sich und seine Arbeit vorstellen will. Der Rohentwurf dazu lag in der Sitzung vor.  

Breiten Raum nahm danach das Ausbaukonzept für den „Treffpunkt Degerfeld“ ein, das – wie auch das von der evangelischen Markusgemeinde gemeinsam mit der Stadt betriebene „Haus Degerfeld“ – von den Bürgern, auch für private Familienfeiern, sehr stark angefragt und frequentiert werde. Daneben gebe es eine starke Nachfrage von Gruppen, Organisationen und Institutionen nach weiteren, zusätzlichen Funktionsräumen, etwa bei parallel laufenden Veranstaltungen. 

Ins Auge gefasst und geplant ist eine Baumaßnahme im obersten Stockwerk, um so weitere Räume zu gewinnen (die BZ berichtete). Einbezogen werden in die Überlegungen sollten auch Keller und Dachboden. Ayana nannte in diesem Zusammenhang eine „Werkstatt“ für Bastel- und Malarbeiten mit Kindern.

Quartiersmanager Aaron Löwenbein unterstrich, dass hier „sinnvolle Lösungen“ – verbunden mit weiteren Maßnahmen wie etwa der Ausbau des Paul-Ehrlich-Weges – gefunden werden müssten. In diesem Zusammenhang betonte er, dass vorhandene Zuschüsse nicht zum Jahresende verfallen dürften. Im Raum steht ein Betrag im Kostenumfang von 390 000 Euro, wovon 260 000 Euro an Zuschüssen flössen und 130 000 Euro im städtischen Haushalt vorzusehen seien. Der stellvertretende Fachdienstleiter Markus Lambrecht ging ausführlich auf Detailfragen bei der Baumaßnahme ein. Der Beirat wird in seiner nächsten Sitzung eine Begehung im Treffpunkt Degerfeld vornehmen.  

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