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Weiterer Schritt zum neuen Gerätehaus

Burgweg Rockenberger Ausschuss für Feuerwehr-Neubau / Diskussion über Schulturnhalle und Edeka

Rockenberg (thg). Der Rockenberger Gemeindevorstand soll die Planung für die Errichtung eines gemeinsamen Feuerwehrgerätehauses für die Feuerwehr Rockenberg und die Feuerwehr Oppershofen im Bebauungsplan Burgweg veranlassen. Diesen Antrag verabschiedeten CDU und Dorfpartei als Antragsteller bei SPD-Enthaltung gegen das Grünen-Votum in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Montagabend im Sitzungssaal der Burg Rockenberg. SPD und Grüne erhielten für ihren Antrag, dass für die komplette Erschließung des Burgweg-Areals die Kosten ermittelt werden sollen, volle Zustimmung. Den Beschlüssen vorausgegangen war eine längere Diskussion unter anderem um Formulierungen und das Prozedere.

Im vorhergehenden Tagesordnungspunkt war es bereits ausführlich um das Thema Burgweg gegangen, denn Bürgermeister Manfred Wetz berichtete über das jüngste Gespräch des Gemeindevorstands mit Vertretern des Wetteraukreises über den potentiellen Schulstandort Burgweg. Der Kreis möchte von der Gemeinde wissen, ob eine Schulsporthalle errichtet werden soll, die dann auch von Vereinen aus der Gemeinde genutzt werde. Darüber stimmten die Ausschussmitglieder aber noch nicht ab, weil noch Diskussionsbedarf besteht.

Feuerwehr-Vertreter waren als Zuhörer zur Sitzung gekommen. Die Frage des genauen Standorts auf der Burgweg-Fläche wurde in der Diskussion angesprochen. Klar ist laut Bürgermeister, dass die Wehr einen verkehrsgünstigen Standort an der Landesstraße erhält. Er plädierte auch dafür, die Planung für das Haus nicht zu knapp zu halten, um für mögliche neue Anforderungen in der Zukunft gerüstet zu sein. Achim Mosch (Grüne) wollte zunächst eine Gesamtplanung für den Burgweg und Hans-Hermann Kriegeris (SPD) wollte eine exaktere Formulierung des Antrags, woraufhin Karl Maria Weckler ihm vorwarf, die SPD suche nur einen Grund, um dagegen zu stimmen. Der genaue Standort sei zum aktuellen Zeitpunkt sekundär, sagte Wolfgang Langsdorf (Dorfpartei).

Beim Tagesordnungspunkt zum Schulstandort ging es auch um die Frage, wie der aktuelle Stand des Bebauungsplanverfahrens ist. Bauamtsleiter Wolfgang Witzenberger berichtete, dass beim Thema Schule die Grundvoraussetzungen vorlägen, um sie in den Plan aufzunehmen. Das gelte auch für den Feuerwehr-Stützpunkt. Auch die Aussagen zu einer Seniorenpflege-Einrichtung seien so weit getroffen, dass sie aufgenommen werden könne. Laut Witzenberger ist ein Drittel der benötigten Flächen angekauft, die Hessische Landgesellschaft gehe jetzt in den weiteren Ankauf, ein letztes Drittel solle als Erweiterungsfläche zunächst liegenbleiben.

Beim Thema Lebensmittelmarkt sei die Neuansiedlung im Zusammenhang mit dem Verlassen des gegenüberliegenden Standorts zu betrachten. Das gebe die regionale Raumordnung vor. Edeka selbst und eine Grundstücksgesellschaft, die dann einen Markt vermiete, seien im Gespräch. Der bestehende Supermarkt könne um 500 auf dann maximal 2000 Quadratmeter Verkaufsfläche erweitert werden. Werde ein neuer gebaut, müsse dieser aber entfallen.

Dass aus wirtschaftlichen Gründen beispielsweise der Supermarkt in neuer Form gebraucht werde, unterstrich der Bürgermeister. Etwa 10 000 Quadratmeter würden gebraucht, die die Gemeinde für 80 bis 100 Euro verkaufen könne. Auf jeden Fall werde in einer Gemeinde der Größe Rockenbergs die Nahversorgung benötigt.

Langsdorf wies darauf hin, dass es neben dem Seniorenheim eine weitere Verkaufsfläche gebe, denn ein Investor sei bereit, Geld in ein Ärztehaus mit Apotheke zu stecken. Dies werde die Finanzierung des Burgwegs durch die Gemeinde erleichtern.

Über die Schulsporthalle, ihren Sinn und Nutzen wurde noch weiter diskutiert. Der Bürgermeister hatte gesagt, dass die Gemeinde sich nicht an der Errichtung beteiligen sollte, denn für Zwecke örtlicher Vereine sei die Erfordernis nicht erkennbar. 900 000 Euro wäre laut Kreis-Auskunft die Kostenbeteiligung durch Rockenberg an der Halle, auch für Parkplätze und im Falle der Nutzung durch lokale Vereine für die Unterhaltung kämen weitere Ausgaben hinzu. Weckler plädierte dafür, im Zuge des Schulneubaus auch eine Halle zu errichten „für die junge Generation“. Denn laut Kreis ist klar, dass die Halle gewissermaßen entweder jetzt oder nie gebaut werde. Mit einer Spielfläche von etwa nur einem Drittel der Ausmaße der Wettertalhalle erschien der Bau unter anderem auch der Dorfpartei als zu klein für Vereinszwecke.

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