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„Werden Bahnhof und Umfeld schön?“

ENTWICKLUNG – Butzbacher SPD-Fraktion befragt Hoch-Weiseler / Versorgungssituation verschlechtert

BUTZBACH (pm). Die SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung Butzbach hat den Leitbildprozess aktiv begleitet. Dazu startete sie in Hoch-Weisel eine Umfrage. Die Bürger wurden gebeten, jeweils maximal drei Antworten zu geben im Bereich „positive“ und „negative“ Entwicklungen in Wohnumfeld oder im Kernstadtbereich Butzbach. 

Am meisten kritisiert wird laut Umfrageergebnis in Hoch-Weisel die gefahrene Geschwindigkeit auf der Ortsdurchfahrt, die stellenweise so gut wie keinen Bürgersteig habe. Dort liege das Gefährdungspotential, weshalb dringend eine Geschwindigkeitsbegrenzung gewünscht werde. Wenige, fest eingezeichnete Parkplätze könnten ebenfalls die Situation entschärfen. Auch wünsche man sich in der schmalen Hintergasse endlich eine Einbahnstraße, um Sachbeschädigungen einzudämmen. Das Ordnungsamt wurde wegen „kleinlicher“ Knöllchenverteilung gerügt. 

Ein Kritikpunkt am öffentlichen Nahverkehr lautete: Die Busfahrpläne seien zu wenig mit den Zugfahrplänen abgestimmt. So nehme mancher den privaten Pkw, um zum Zug zu gelangen, was bei abgestimmten Fahrplänen nicht erforderlich sei. 

Der Verfall verschiedener Häuser und Hofreiten bereite große Sorgen. Das Dorferneuerungsprogramm vor einigen Jahren und jetzt „Dorf und Du“ haben noch nicht zu einem sichtbaren Erfolg geführt. Auch wird der bauliche Zustand der Kirche beklagt, der optisch den schönen Lindenberg beeinträchtige. 

Die Versorgungssituation habe sich in den vergangen 20 Jahren rapide verschlechtert. In dieser Zeit haben drei Lebensmittel-Läden, zwei Metzgereien, zwei Bäckereien, ein Lottolädchen und zwei Bankfilialen geschlossen. Zuerst habe sich die Sparkasse „aus dem Staub“ gemacht und nach dem Überfall auf den Geldautomaten habe die Volksbank die Gelegenheit genutzt, die teure Filiale zu schließen. Für ältere Bewohner sei dies zunehmend ein großes Problem. 

Wichtig für Hoch-Weisel: Kindergarten, Schule, Arztpraxis. Dieser Teil der Infrastruktur wird außerordentlich gelobt, ebenso Angebot der Sportvereine und der Feuerwehr. Am meisten beliebt sind in Hoch-Weisel der Lindenplatz, den man gerne im Sommer noch mehr als Treffpunkt für Jung und Alt nutzen möchte, der Hausbergturm, die Wanderwege und Radwege, die Erkennbarkeit der dörflichen Struktur, die kurze Entfernung zur Kernstadt und damit zu fast allen Möglichkeiten. 

In der Kernstadt wünschen sich die Hoch-Weiseler ein noch besseres Fachgeschäfte-Angebot. Derzeit sei die Fußgängerzone zu sehr auf Essen und Trinken ausgelegt. Die große Frage lautet: Ob der Bahnhof und sein Umfeld auch endlich schön werden? 

In der Kernstadt schätze man, neben dem gemütlichen Ambiente, kulturelle Angebote, Kino, alle Einkaufsmöglichkeiten, Gesundheitszentren, Hallenbad und noch eine Lokale Zeitung zu haben. 

„Zuerst muss ich mich ganz herzlich für die rege Teilnahme bedanken. Nur im direkten Austausch erhalten wir auch viele kleine Anregungen, die wirklich nützlich sind für ein lebens- und liebenswertes Butzbach. Die SPD Hoch-Weisel wird zu dieser Umfrage/Auswertung und den vielen weiteren Anregungen noch eine eigene Veranstaltung im März anbieten“, kündigt Fraktionsvorsitzende Vera Dick-Wenzel an. 

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