„Wertvolle Bildungseinrichtung“ wartet weiter auf W-Lan und Fräsmaschine

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„Wertvolle Bildungseinrichtung“ wartet weiter auf W-Lan und Fräsmaschine

BUTZBACH. Das Foto zeigt (v.l.) Peter Heidt, Norbert Gonter, Michael Linke und Jörg-Uwe Hahn beim Besuch der Berufsschule Butzbach.

Delegation der Wetterauer FDP besucht Berufliche Schule Butzbach / Doppelte Stundenzahl wegen Corona

BUTZBACH (pm). Eine Wetterauer FDP-Delegation um den Bundestagsabgeordneten Peter Heidt, den Landtagsabgeordneten Jörg-Uwe Hahn und den Butzbacher Stadtrat Norbert Gonter hat die Berufliche Schule in Butzbach besucht, um mit dem Schulleiter Michael Linke und seine Vertreterin Britta Schütte unter anderem über die Schulentwicklung und die Auswirkungen der andauernden Corona-Pandemie auf den Schulalltag zu sprechen. Rund 800 Schüler besuchen die Butzbacher Bildungseinrichtung derzeit. 

„Unsere Schule konnte sich auch Dank des engagierten Kollegiums schnell an die außergewöhnliche Situation anpassen. Wir haben viele Hygieneartikel erhalten, oft sogar in zu großer Menge. Insbesondere hinsichtlich der technischen Ausstattung unserer Berufsschule stoßen wir aber leider immer wieder auf Hürden“, berichtete Schulleiter Linke. Die Schule verfüge über keine Breitbandverbindung, zudem gebe es in der Schule kein vollständiges
W-Lan-Netz. Zwar sei die Installation eines solchen Netzes vom zuständigen Wetteraukreis bewilligt, jedoch noch nicht ausgeführt worden. 

Auch ein geplanter Metallwerkstattneubau mit Gesamtkosten in Höhe von rund zwei Millionen Euro sei seit 2014 vom Wetteraukreis genehmigt, die Ausführung des Neubaus jedoch mehrfach verschoben worden. Der Schulleiter rechnet nun mit einem Neubau bis zum Jahr 2023. „In diesem Zuge soll auch eine CNS-Fräsmaschine, die seit dem Jahr 2017 vom Kreis genehmigt ist, angeschafft werden“, berichtete Linke.

Für Heidt, auch Mitglied im Bildungsausschuss des Bundestags, müssten versprochene Investitionen in das Bildungswesen im Wetteraukreis schnellstmöglich auch umgesetzt werden. „Die schwarz-rote Koalition hat die Digitalisierung der Schulen in der Wetterau in den vergangenen Jahren vernachlässigt. Es muss dem Kreis nun endlich gelingen, Schritt für Schritt in die Zukunft zu investieren, um moderne und technisch gut ausgestattete Schulen herzurichten.“ Keinesfalls dürften geplante Investitionen mehrfach verschoben werden. 

Laut Linke seien die vielen Richtungswechsel des Kultusministeriums hinsichtlich des Umgangs mit der Corona-Pandemie organisatorisch schwierig umzusetzen und bedeuteten oft einen sehr hohen Arbeitsaufwand. „Die oft stattfindenden Wechsel zwischen Distanz- und Präsenzunterricht bedeuten für unsere Kollegen einen erhöhten Arbeitsaufwand. Regelmäßig müssen Stundenpläne für alle Klassen geändert werden, Raumkonzepte über Bord geworfen und neu entworfen werden.“ Aufgrund der Klassengröße müssten Abschlussklassen im Präsenzunterricht oft geteilt werden, um zwischen den Lernenden genügend Abstand herstellen zu können. Das bedeute für die betroffenen Lehrer eine Verdopplung der Stundenanzahl. „Erschwerend kommt hinzu, dass uns für 250 Studierende in der Fachschule für Technik, mit einem sehr hohen Verwaltungs- und Organisationsaufwand, keine eigene Abteilungsleiterstelle mehr zusteht. Dieser Personalengpass spitzt sich mehr und mehr zu“, so der Schulleiter. 

„Die Aufgaben und Herausforderungen für Schulleitungen, beispielsweise die Digitalisierung, Integration, Inklusion oder auch die Bürokratiebelastung haben in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Trotzdem ist eine personelle Unterbesetzung in Schulleitungen in den vergangenen Jahren leider hessenweit zu beobachten. Immer wieder werden Stellenkürzungen vorgenommen oder aber Neubesetzungsverfahren in Schulleitungsteams unnötig in die Länge gezogen. Die Wertschätzung der Landesregierung gegenüber unseren Schulen muss dringend wieder steigen und unsere Bildungseinrichtungen auch personell wieder besser ausgestattet werden“, machte Hahn deutlich. Man werde sowohl im Kreistag beim Thema Erweiterungsbau wie auch im Landtag beim Thema Personal für Schulleitungen parlamentarisch aktiv werden. 

Gonter ergänzte: „Wir sind froh, solch eine wertvolle Bildungseinrichtung in unserer Stadt zu haben und hoffen, dass die Bedeutung der Einrichtung auch im Hinblick auf die neue Fachrichtung der Automatisierungstechnik künftig weiterhin wächst.“

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