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Wetterau einziger hessischer Kreis mit drei Erstaufnahme-Einrichtungen

Malteser und Johanniter im Einsatz in Notunterkunft in Nidda / Belegung voraussichtlich nächste Woche

WETTERAUKREIS (pdw). Als Notunterkunft für geflüchtete Menschen aus der Ukraine hatte der Wetteraukreis zwei Drei-Feld-Schulturnhallen in Nidda hergerichtet. Am Samstag um 14 Uhr ging die Notunterkunft in Betrieb. Zwei Bauzäune unterteilen die Feldbetten und Kinderbetten, um ein kleines Maß an Privatsphäre zu ermöglichen. Die Versorgung mit W-Lan und Internet ist sichergestellt.

Die Notunterkunft wurde vom Katastrophenschutz des Wetteraukreises mit zahlreichen ehrenamtlichen Helfern von Feuerwehren und dem Malteser Hilfsdienst aus Butzbach und Altenstadt eingerichtet. Den laufenden Betrieb stellten Johanniter-Unfall-Hilfe, Arbeiter-Samariter-Bund, Malteser Hilfsdienst und Deutsches Rotes Kreuz sicher.

Nach der Auskunft aus dem Regierungspräsidium Gießen wird die Notunterkunft im Wetteraukreis zunächst im Stand-by-Modus laufen. Zuerst wird die Notunterkunft im Vogelsbergkreis genutzt. Landrat Jan Weckler rechnet mit einer Belegung spätestens ab der kommenden Woche. 

Flüchtlinge aus der Ukraine, die direkt in einer der Wetterauer Kommunen ankommen, keine private Anlaufstelle haben und auch kurzfristig nicht von der Kommune in eine Wohnung vermitteln werden können, müssen in der Regel zunächst in die Erstaufnahmeeinrichtung nach Gießen in das sogenannte Ankunftszentrum. Für Personen, die bereits privat untergekommen sind, gilt weiterhin, dass zunächst eine Anmeldung im Einwohnermeldeamt notwendig ist.

Bereits Ende des letzten Jahres und völlig unabhängig vom Krieg in der Ukraine hatte sich die wöchentliche Zuweisung von Flüchtlingen an den Wetteraukreis bereits vervierfacht. Die wöchentliche Zuweisung von aktuell 20 bis 30 Flüchtlingen werde sich auf mindestens 120 erhöhen. Der Wetteraukreis sei der einzige Landkreis in Hessen mit drei Erstaufnahme-Einrichtungen des Landes auf seinem Gebiet so Weckler.

Informationen zu Leistungen, medizinischer Versorgung und Aufenthaltserlaubnis stehen unter https://wetteraukreis.de/aktuelles/ukraine zur Verfügung. Die Zentrale Service-Nummer für Ukraine-0Hilfen ist von Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr besetzt, Tel. 06031/833-833, E-Mail: Ukraine-Hilfen@Wetteraukreis.de.

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