Wetterauer Grüne fordern schnelles, niedrigschwelliges Impfangebot

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Wetterauer Grüne fordern schnelles, niedrigschwelliges Impfangebot

Kritik an Planungen des Wetteraukreises und fachlicher Fehleinschätzung / Warum kein Impfportal? 

WETTERAUKREIS (pd). Die Wetterauer Grünen kritisieren das Impfmanagement des Kreises. Mit der Impfanmeldung über die Hausarztpraxen und einer Hotline im Gesundheitsamt baue er ein Nadelöhr in das Angebot ein. „Im Sommer wurde die Lage unterschätzt und klein geredet, jetzt wird sie wieder altbacken gemanagt“, so die Grünen. Sie fordern in einer Pressemitteilung ein schnelles, niederschwellig erreichbares und umfassendes Angebot für alle.  

Fraktionsvorsitzende Isil Yönter erinnert daran, dass die Grünen im Juli im Sozialausschuss davor warnten, dass mit dem Runterfahren der  Impfmaßnahmen und der Schließung des Impfzentrums die falschen Signale gesendet würden. Gesundheitsamtsleiter Dr. Reinhold Merbs habe gemahnt, man solle auf der Hut sein. Ende des Jahres könnten alle Intensivbetten wieder belegt sein. Von Auffrischungsimpfungen hielt aber auch er im Juli nichts. „Eine fatale fachliche Fehleinschätzung auf mehreren Ebenen. Sich zurücklehnend in Sicherheit zu wiegen, war und ist der falsche Ansatz.“ 

Diejenigen, die sich zweitimpfen lassen, die über 18-Jährigen und auch zwei Millionen der ab Zwölfjährigen könnten nun eine Impfung wollen. Hinzu kämen die Auffrischungsimpfungen der bereits voll Geimpften. Yönter: „Der Wetteraukreis ist auf diesen Bedarf nicht hinreichend vorbereitet.“ Andere Kreise waren vorausschauender, sind weiter. „So haben ältere Menschen aus der Wetterau vom Land ein Schreiben erhalten, in dem ihnen die Auffrischungsimpfung angeboten wird. Dem Brief ist eine Adressliste mit stationären Impfstellen in Hessen beigefügt, leider ohne Listung des Wetteraukreises unter den 16 Kommunen und Landkreisen.“  

Bei der nun geplanten Lösung der rotierenden Impfangebote stellen sich den Grünen zwei entscheidende Fragen. Kreistagsabgeordnete Myriam Gellner: „Reicht das Angebot für den Bedarf aus, und wie kommen die Menschen zu ihrem Termin? Telefonisch in Arztpraxen durchzukommen, ist im Regelfall schon ein Problem.“ Verdruss und ein physischer Ansturm auf Arztpraxen seien damit vorprogrammiert. Jedes Warten vor den Praxen oder in vollbelegten Wartezimmern birgt weitere Risiken.  Auch die Hotline des Kreises scheint nicht wirklich auszureichen, wenn schon öffentlich vorgewarnt wird, dass die Anrufenden Geduld mitbringen sollen.“ 

Gellners Kollegin Isabella McNicol fragt warum es keine Impfportale wie im Hochtaunuskreis gibt, an denen sich jede und jeder jederzeit anmelden kann. 

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