Wetterauer Katholiken bereiten mit „Pastoralem Weg“ Zukunft vor

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Wetterauer Katholiken bereiten mit „Pastoralem Weg“ Zukunft vor

BUTZBACH/ROCKENBERG/MÜNZENBERG. Stolz auf das Erreichte (v.l.): der Vorstand des Dekanatsrats Andreas Münster, Pfr. Stefan Wanske, Pfr. Herbert Jung, Dr. Sylvia Kerbel. Text: Müh/Fotos: Dekanat Wetterau-West

Das Konzept des Dekanats Wetterau West wurde mit großer Mehrheit verabschiedet

Butzbach/Rockenberg/Münzenberg (Müh). Die Mitglieder der Dekanatsversammlung des katholischen Dekanats Wetterau-West setzten in der jüngsten Dekanatsversammlung am 17. November in der Usatalhalle Ober-Mörlen einen Schlusspunkt hinter die erste Phase des Reformprojekts „Pastoraler Weg“ im Bistum Mainz – zumindest soweit es die 23 Wetterauer katholischen Pfarrgemeinden betrifft. Dabei waren auch die Vertreterinnen und Vertreter der Pfarrgruppen Butzbach und Rockenberg. Mit 43 Ja-Stimmen bei einer Nein-Stimme und zwei Enthaltungen haben die Mitglieder der Dekanatsversammlung dem 20-seitigen „Dekanatskonzept Wetterau-West“ zugestimmt. 

In diesem Konzept geht es um die wichtigsten künftigen kirchlichen bzw. seelsorglichen Aufgaben und Schwerpunkte auf dem heutigen Gebiet des Dekanats Wetterau-West. Dieses reicht von Bad Vilbel im Süden bis hinauf nach Münzenberg im Norden mit insgesamt rund 48 000 Katholikinnen und Katholiken. 

Die Verantwortlichen hatten diesen Beratungsprozess hin zum Konzept breit angelegt. Hierfür von Vorteil war, dass in der westlichen Wetterau durch einen einstimmigen Beschluss der Dekanatsversammlung schon seit Januar 2020 die künftigen Pfarreistrukturen feststehen. Da lag es nahe, die inhaltliche Arbeit im Rahmen der künftigen Pfarreien, deren offizieller Name erst einmal Pastoralraum sein wird, zu verorten. Je drei Teilprojektteams zu den kirchlichen Grundfunktionen Diakonie, Liturgie und Verkündigung arbeiteten seit einem Jahr an den Themen.

Es ist auch weitgehend gelungen, dass alle der jetzigen Gemeinden eine/n oder mehrere Vertreter/in zur Mitarbeit in diesen Teams gewinnen konnten. Ein hohes Engagement für die Zukunft der Kirche: „Wir sind dankbar und auch ein bisschen stolz, dass 120 Ehren-und Hauptamtliche dieses Konzept so synodal, einvernehmlich und termingerecht entwickelt haben, und dass trotz der Corona-bedingten Einschränkungen“, fasst Dr. Sylvia Kerbel, die Vorsitzende des Dekanatsrats, den Prozess und das Ergebnis zusammen.

Das verabschiedete Konzept haben die Wetterauer Katholiken-Vertreter nun ans Bistum geschickt. Aus Mainz kommen dann im Februar 2022 Rückmeldungen aus der Perspektive des Bistums – und später die Arbeitsaufgaben für die nächste Etappe auf dem Pastoralen Weg.

Daher erhielten die Mitglieder der Dekanatsversammlung im Anschluss einen ersten Ausblick auf den nächsten Abschnitt des Pastoralen Wegs. Bischof Peter Kohlgraf wird den Startpunkt für die sogenannte Phase II an Ostern 2022 mit der offiziellen Einrichtung der Pastoralräume und der Benennung der leitenden Personen setzen. Ab dann ist eine Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen im Pastoralraum verbindlich. Zuvor können die Engagierten bereits die künftige gemeinsame Internetpräsenz planen. Unterstützend bieten Caritas und Dekanat eine Qualifizierung zu Ehrenamtskoordinatoren an. Vielleicht das Schlüsselthema der Zukunft, denn ohne ehrenamtliches Engagement von Katholikinnen und Katholiken ist zukunftsorientiertes, lebendiges Gemeindeleben nicht möglich.

Konzentrierte Atmosphäre: Mitglieder der Dekanatsversammlung in der Usatalhalle Ober-Mörlen.

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