Wichtige Schritte für Wohnbauprojekte 

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Wichtige Schritte für Wohnbauprojekte 

Butzbacher Bauausschuss fasst Satzungs- und Aufstellungsbeschlüsse für Bebauungspläne für Wohnen und Arbeit

BUTZBACH (thg). Mehrere Bebauungsplanverfahren hat der Butzbacher Bauausschuss am Dienstag in seiner letzten Sitzung der Wahlperiode begonnen oder auch den Satzungsbeschluss befürwortet. Dabei geht es um Projekte sowohl für Wohnbebauung als auch für Handel und Gewerbe. 

Die Firma Revikon möchte in der Weiseler Straße schräg gegenüber der ehemaligen Papier-/Schuhfabrik Mehrfamilienhäuser errichten. Einen Entwurf hatte Daniel Beitlich in der vorherigen Ausschusssitzung bereits vorgestellt (die BZ berichtete). Aus der Sitzung nahm der Unternehmer die Anregungen mit, dass ein Gebäude mit vier Voll- und einem Staffelgeschoss um ein Vollgeschoss reduziert werden soll. Auch die Ausgestaltung der Häuseransichten und die genauere Anordnung der Häuser wurden nun den Ausschussmitgliedern vorgelegt. Dennoch blieb die UWG bei der Ablehnung der „Klötze“ als Wohnhäuser, die Grünen enthielten sich, wobei SPD, CDU und FDP der Aufstellung des Bebauungsplans zustimmten. 

Zur umfassenden Kritik der UWG sagte Bürgermeister Michael Merle, dass die Bauleitplanung in der Hand der Stadtverordnetenversammlung liege. Sie setze den Rahmen für Bauvorhaben. Die Stadt profitiere davon, dass Private auf sie zukommen, um Flächen zu entwickeln. „Dass Bauwillige als dunkle Dämonen aus dem Reich der Finsternis über die Stadt herfallen, ist an den Haaren herbeigezogen“, sagte er. 

Den Satzungsbeschluss befürworten die Ausschussmitglieder einstimmig für ein Wohnbauprojekt in Pohl-Göns „Gönser Straße/Springerweg“. Dieses Projekt der Innenentwicklung fand allgemeines Lob und wurde auch vom Ortsbeirat begrüßt, wie Ortsvorsteher und Ausschussmitglied Bernhard Dern (CDU) berichtete. 

Ebenso einstimmig befürwortet wurde der Satzungsbeschluss für den Kirch-Gönser Bebauungsplan „Hauptstraße 33“. Dieses Projekt war nach der ersten Vorstellung wegen eines fehlenden Gesamtplans für den angrenzenden Bereich zunächst nicht angegangen worden, dann aber zwischenzeitlich befürwortet worden. Unter anderem fiel im Zusammenhang mit der Änderung der Stellplatzsatzung der Stadt auch der Name dieses Projekt als ein Vorhaben, für das mehr Stellplätze zu schaffen seien. Bauherr Frank Hildebrand sagte in der Ausschusssitzung auf die Frage nach den weiteren zu bauenden Stellplätzen: „Es geht.“ Auch diesem Projekt hatte der zuständige Ortsbeirat zugestimmt, wie Ortsvorsteher und Stadtverordneter Stefan Euler (CDU) mitteilte. Mit dem Projekt ist ein „Durchführungsvertrag“ zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan von Stadt und Unternehmen verbunden. 

Der Bebauungsplan „Pfeifergasse 26“ in Kirch-Göns fand ebenfalls einstimmige Befürwortung. Einbezogen ist dort unter anderem das ehemalige Bank-Gebäude. 

Für den Bereich „Schorbachstraße Süd“ wurde gegen die Grünen-Stimme nicht nur der Aufstellungsbeschluss, sondern auch die Anordnung der Baulandumlegung zur Annahme empfohlen. Das Areal beim Discounter-Zentrallager auf der zur Autobahn gelegenen Straßenseite soll als Gewerbe- und Industriegebiet geplant werden. Unter anderem gibt es Absichten des Unternehmens, das Zentrallager zu erweitern. 

Mehrere Aspekte verbanden die Ausschussmitglieder mit dem Vorhaben, das von den Grünen abgelehnt wurde. So plädieren CDU und UWG für „arbeitsplatzintensive“ und kleinteilige Ansiedlungen im Gegensatz zu Logistikbetrieben. Probleme mit den Stellplätzen für Lkw müssten laut Benjamin Seliger (CDU) gelöst werden, was aber nach Worten des Bürgermeisters vielschichtige Fragen aufwirft und unter anderem auch die Wohnbebauung in der Nähe betreffe. Dieter Schott (FDP) brachte das bereits häufig von den Liberalen verfolgte Thema Autohof in die Diskussion. 

Die Bedeutung eines Wirtschaftswegs als Erschließung für die Landwirtschaftsflächen nannte die CDU ebenfalls. Die Grünen lehnten das Vorhaben unter anderem ab, weil es noch genügend freie Gewerbefläche im Stadtgebiet gebe. 

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