Wieder Leben auf saniertem Bolzplatz

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Wieder Leben auf saniertem Bolzplatz

DEGERFELD – Jugend des VfR Butzbach und der JSG Weisel weihen Areal ein / Integration und Nachhaltigkeit

BUTZBACH (pd). Nach der Sanierung des Bolzplatzes im Degerfeld organisierte der VfR Butzbach ein Fußballmatch. Bürgermeister Michael Merle nahm dies zum Anlass, den Bolzplatz zu eröffnen und wies darauf hin, dass die Finanzmittel des Landesprogramms „Soziale Stadt“ auch in diesem Fall sehr gut angelegt seien. So haben die Degerfelder, aber auch alle anderen Butzbacher die Möglichkeit, sich sportlich zu betätigen. Der Platz ist nun wieder sehr gut bespielbar, und die zwei Tore sind ebenfalls erneuert worden. Die konkrete Veranstaltung des VfR wurde von dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ unterstützt, weil es auch um Integration von Geflüchteten geht – ein wichtiges Anliegen der Butzbacher, so Merle.

David Mieger organisierte das Turnier. Es spielte die G-Jugend des VfR gegen die JSG Weisel. Dort spielten Jugendliche aus Fauerbach, Nieder-Weisel, Ostheim und Hoch-Weisel. Die Jugendlichen des VfR kamen zu 60 Prozent aus dem Degerfeld. Die Eltern der Jugendlichen äußerten ihre große Zufriedenheit über die Sanierung; endlich lädt der Bolzplatz erneut zum Spielen ein und steht für unsere Kinder wieder zur Verfügung, war zu hören. Der VfR Butzbach sieht sich als Fußballverein, der allen Jugendlichen in Butzbach und Umgebung ein soziales Umfeld bietet, in dem sie ihre Freizeit sinnvoll und mit viel Spaß gestalten können. Die Integration stellt einen Schwerpunkt der VfR-Jugendarbeit dar. Es werden keine Unterschiede bei Nationalität, Glauben, Hautfarbe, Können und Talent gemacht gemäß dem Leitspruch „Behandle jeden so, wie auch Du behandelt werden möchtest“. Durch den gemeinsamen Sport und das Miteinander werden die jungen Menschen gefördert, ihre sozialen und personalen Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Rücksichtnahme und Verantwortung weiter zu entwickeln und zu stärken. 

Der VfR verfolgt den Ansatz, jedem Kind und Jugendlichen die Möglichkeit zu bieten, in Butzbach und Umgebung dauerhaft Fußball zu erlernen und zu spielen und sich wohl zu fühlen. Im Mittelpunkt der Jugendarbeit stünden immer die Kinder und Jugendlichen und deren sportliche und soziale Entwicklung, wodurch Selbstsicherheit durch Anerkennung, konstruktive Kritik und fachliche sowie soziale Kompetenz gefördert würden. Aus dem Blickwinkel der demografischen Entwicklung sei die Integration auch ein wichtiger Bestandteil der Jugendarbeit, der zum Erhalt des Jugendfußballs beiträgt. Ohne die Kinder der Geflüchteten sei die Fortführung des Jugendsports auf gleichem qualitativem Niveau nur schwer aufrechtzuerhalten. Ein weiterer Aspekt der Integration seien der Dialog und die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern. 

Begeistert war auch das Stadtteilbeirats- und VfR-Mitglied Reinhard Burk, der offensiv die Wiederherstellung des Bolzplatzes befördert hatte. Er geht davon aus, dass sich sehr bald weitere Fußballaktivitäten unter der Leitung des Pädagogen Mieger entwickeln, die wegen ihrer Integrationsarbeit dann vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“ finanziert und nachhaltig wirken werden.

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