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Wildschweine ins Visier genommen

Hubertusjagd 65. Auflage der Jägervereinigung Butzbach / Patrice Arabin zur Jägerin geschlagen

BUTZBACH (jw) Seit 1952 richtet die Jägervereinigung Butzbach durchgängig gemeinsam mit den umliegenden Jagdrevieren Anfang November die Hubertusjagd aus.  Diese Jagd galt bis in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts hauptsächlich dem Niederwild, wie Kaninchen, Hase, Stockente, Fasan, Fuchs und Reh. Mittlerweile gilt die Jagd vorrangig dem Schwarzwild, auch Waschbär und Marderhund, die sich immer mehr Lebensräume erobern. Größere Waldbestände werden mit Jagdhunden, die für die Jagd auf die wehrhaften Schwarzkittel ganz andere Aufgaben als früher erfüllen müssen, und Treibern durchkämmt. Die Jäger sprechen dabei von Drückjagden.

Die Jägervereinigung Butzbach bittet die Bevölkerung um Beachtung der Beschilderungen und Sperrung der Wege in den jeweiligen Waldgebieten und bedankt sich für das Verständnis.

In diesem Jahr hatten die Jagdpächter Dirk Nagel und Wolfgang Prüfer ihr Revier in Ebersgöns zur Verfügung gestellt. Nach den umfangreichen Sicherheitsbelehrungen im Sinne der Unfallverhütungsvorschriften durch Jagdleiter Jan Osthold und Bekanntgabe durch Wolfgang Prüfer, welches Wild bejagt werden darf, machten sich 41 Jäger auf den Weg. Bereits bei den umfangreichen Planungen im Vorfeld der Jagd wurden die jeweiligen Standplätze der Schützen festgelegt.

Am Abend fand die traditionelle Hubertusfeier in der Reichspost in Fauerbach statt. In der Hubertusrede berichtete Vereinsvorsitzender Jürgen Göb unter anderem über die zunehmende Zahl der Waschbären in Hessen und die Probleme, die dadurch entstehen. Schmunzelnd erzählte er von einem Anruf eines Bürgers, in dessen Wohnzimmer ein Waschbär eingedrungen war und sich am Tisch Schokoladenkekse schmecken ließ. Besorgt war er, dass die hessische Landesregierung sich der von der EU verordneten Bejagung der invasiven Art zu entziehen sucht und aus falsch verstandenem Tierschutz lieber Steuergelder für den Schutz vor den Waschbären verschwenden will. Waschbären würden einheimischen Arten gefährlich und verbreiten Krankheiten, wie Leptospirose, Staupe und Räude. Auch können Schäden an Gebäuden und Dächern durch den Räuber schnell in die Tausende gehen.

Umrahmt von den Klängen der Jagdhornbläser wurde dann Patrice Arabin durch Peter Lehmann mit den mahnenden Worten, „Das ist des Jägers Ehrenschild, dass er beschützt und hegt sein Wild. Waidmännsch jagt, wie sich’s gehört. Den Schöpfer im Geschöpfe ehrt“, zur Jägerin geschlagen.

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