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„Wir würden gern mehr impfen“

WETTERAUKREIS (pdw). In einer erneuten Telefonkonferenz mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern des Wetteraukreises hat Landrat Jan Weckler um Geduld gebeten: „Wir würden gern mehr Menschen impfen, aber wir haben aktuell noch nicht genug Impfstoff. Für diesen Monat sind derzeit nur noch 400 weitere Impfdosen für den Wetteraukreis angekündigt. Erfreulich ist aber, dass in Alten- und Pflegeeinrichtungen bereits viele Bewohnerinnen und Bewohner und das Personal die Erstimpfung erhalten konnten. Dort, wo Ausbrüche eingetreten sind, müssen wir allerdings mit der Impfung noch warten.“ 

Momentan plant das Land Hessen, dass alle Impfzentren in Hessen und damit auch das Impfzentrum in Büdingen am 9. Februar öffnen sollen, informierte Weckler. Voraussetzung hierfür sei allerdings auch, dass mehr Impfstoff bereitgestellt werden kann. Weckler weist dabei erneut darauf hin, dass der Landkreis selbst keinen Einfluss auf die Vergabe von Impfterminen hat.

Auch nach der Impfung braucht man aber noch Geduld bis der Impfschutz aufgebaut ist, gibt Amtsarzt Dr. Reinhold Merbs zu bedenken. Der vollständige Schutz sei erst zwei Wochen nach der Zweitimpfung aufgebaut. Weil die zweite Impfung drei Wochen nach der ersten Impfung erfolgt, heißt das, dass man erst etwa fünf Wochen nach der ersten Impfung geschützt ist.

Nach den Beschlüssen von Bund und Ländern betont Landrat Weckler: „Leider ist die Verlängerung des Lockdown momentan noch notwendig, auch wenn die Geduld von uns allen auf eine harte Probe gestellt wird. Umso wichtiger ist es, den Menschen auch Perspektiven aufzuzeigen. Daher sollten die Länder parallel Öffnungsstrategien entwickeln, um nach dem Lockdown in einem geordneten Stufenverfahren Lockerungen zu ermöglichen. Insbesondere die ausgesetzte Präsenzpflicht in Kita und Schule stellt gerade Eltern vor die große Herausforderung, Home-Office und Home-Schooling parallel zu bewältigen.“

Aus den Wetterauer Kliniken wurde am Mittwoch eine Covid-Bettenkapazität von insgesamt 74 Betten gemeldet: 61 Normalbetten und 13 Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit. Von diesen 74 Betten sind 13 Normalbetten und zwei Betten mit Beatmungsmöglichkeit frei. 

Zieht man von der Gesamtzahl der Infizierten die Zahl der genesenen Menschen und die an oder mit Covid-19 Verstorbenen ab, gibt es aktuell im Wetteraukreis 823 mit Corona infizierte Menschen. Sie befinden sich alle in häuslicher oder klinischer Quarantäne.

Das Hessische Landesprüfungs- und Untersuchungsamt (HLPUG) meldet für den Wetteraukreis eine amtliche Inzidenz von 143,3.

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