Wird keltischer Fürstensitz Welterbe?

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Wird keltischer Fürstensitz Welterbe?

GLAUBERG. Auf Vorschlag des Landes Hessen soll der keltische Fürstensitz am Glauberg Unesco-Welterbe werden. Das Foto zeigt die Statue eines Keltenherrschers mit dem Museum „Keltenwelt“.

Land Hessen nominiert den Glauberg für die nationale Vorauswahl

GLAUBURG (lhe). Der keltische Fürstensitz am Glauberg in der Wetterau soll nach dem Wunsch des Landes Hessen Unesco-Welterbe werden. Zusammen mit der Keltensiedlung Heuneburg in Baden-Württemberg schlage man die Stätte für die nationale Vorauswahl vor, teilte das Kunstministerium in Wiesbaden mit. „Die Heuneburg und der Glauberg sind Teil eines herausragenden Netzwerks frühkeltischer Fürstensitze und gehören zu den bedeutendsten Geländedenkmalen der keltischen Geschichte“, erklärte Kunstministerin Angela Dorn (Grüne). 

Auf dem Glauberg in der Wetterau-Gemeinde Glauburg sind bedeutende Funde zur keltischen Besiedlungszeit gemacht worden, die im dortigen Museum „Keltenwelt“ zu sehen sind. Das berühmteste Fundstück ist die mannshohe Statue eines Keltenherrschers aus dem 5. Jahrhundert vor Christus. Ihre Entdeckung in den 1990er Jahren galt als Sensation. „Die archäologische Stätte auf dem Glauberg zeigt auf besonders herausragende Art und Weise den engen Austausch der frühkeltischen Kultur in Europa untereinander und mit den mediterranen Kulturen“, sagte Ministerin Dorn. 

Jedes Bundesland kann in einem laufenden Auswahlverfahren zwei Vorschläge für das Welterbe einreichen, so das Ministerium. Deutschland kann jedes Jahr aber nur eine Stätte bei der Unesco nominieren. 

Die deutsche Vorschlagsliste für das Unesco-Welterbe soll Anfang 2024 fortgeschrieben werden. 

In Hessen gibt es derzeit sechs Welterbestätten: die Buchenwälder im Nationalpark Kellerwald-Edersee, der Bergpark Wilhelmshöhe, die Grube Messel, das Kloster Lorsch, das Obere Mittelrheintal und der Limes.     

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