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Wohnmobile am Heizwerk willkommen

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Butzbacher Stadtverordnetenversammlung mehrheitlich für Aufnahme genauerer Planungen auch für Schrenzer

BUTZBACH (thg). Die Butzbacher Stadtverordneten hatten am Dienstag zahlreiche Entscheidungen zu fällen. Unter anderem sollen Wohnmobilstellplätze am alten Heizwerk im Degerfeld und auf dem Schrenzer geprüft werden. Das entschied die Mehrheit. Zum anderen soll die Markt- und Reithalle an den Reit- und Voltigierverein verpachtet werden. Einzig die UWG-Fraktion stimmte dagegen. 

Zur Frage der Wohnmobil-Stellplätze hatten die Grünen beantragt, die verschiedenen Standorte getrennt abstimmen zu lassen. Dieser Antrag scheiterte aber bei Stimmengleichheit von Befürwortern und Ablehnenden. Dass die Verknüpfung mit dem Projekt Limes-Park, das unter anderem die potentielle Lern- und Erlebnisfläche Vicus Romanus umfasst, abgelehnt wird, unterstrich Mark Steiner für die UWG-Fraktion. Gegen die Wohnmobil-Plätze am Heizwerk habe die UWG nichts, aber den Limes-Park werde sich die Stadt nicht leisten können. Und für den Schrenzer fehle das Konzept für die Einrichtung von Stellplätzen. 

FDP-Fraktionsvorsitzender Oliver Löhr sprach von den beiden Standorten als völlig unterschiedlich. Während vom Heizwerk aus die Innenstadt mit der Gastronomie auch zu Fuß erreichbar sei, sei der Schrenzer problematisch, weil dort „vieles noch nicht vorliegt“, und dass jemand von dort aus zu Fuß in die Innenstadt gehe, sei nicht anzunehmen. 

Dass es mit dem Freibad, der Schrenzer-Alm, der Sauna und der Wilhelmshöhe oder auch dem Forsthaus durchaus erreichbare Angebote dort gebe und zudem dann auch wieder den August-Storch-Tempel, entgegnete CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Euler. Dass das „Caravaning“ zunimmt, könne man derzeit auch auf dem Platz an der Alten Mälzerei in Butzbach beobachten. So warb er für die Schaffung von Wohnmobil-Bereichen. „Wir könnten immer sagen, wir haben dafür kein Geld, aber wir investieren für die Gesamtentwicklung der Stadt“, so Euler. 

Dass die SPD das Gesamtkonzept begrüße, betonte Fraktionsvorsitzende Vera Dick-Wenzel. Sie erinnerte daran, dass dafür auch Zuschüsse aus dem Projekt „Soziale Stadt“ zugesagt seien. In der SPD werde zwar über die Stellplätze auf dem Schrenzer noch diskutiert, aber der Erstellung eines Vorkonzepts werde zugestimmt und die SPD wäre gern bereit, gute Ideen anzunehmen. 

Zum Gesamtkonzept Limes-Park gehören die beplanten Flächen des Weltkulturerbes Limes westlich und östlich der Paul-Ehrlich-Straße. Flächen für „Freizeit, Kultur, Spiel, Sport, Erlebnis, Erfahrung und Bewegung für alle im Zusammenhang zur Geschichte würden einbezogen. 

Die Fläche ist nicht im Eigentum der Stadt Butzbach, mit dem Eigentümer wurde gesprochen. „Nach Vorstellung des Gesamtkonzeptes ‚Limes-Park‘, das er ausdrücklich sehr gut fand, stimmte er einer langfristigen Überlassung der Fläche auf Pachtbasis (wie auch schon mit der Bolzplatzfläche) zu. Er betonte, dass seine Zustimmung, nach anfänglicher Skepsis, ausschließlich der Gesamtkonzeption geschuldet ist“, heißt es im Sachstandsbericht. Im Bericht wird, wie auch schon im Ausschuss erwähnt, darauf hingewiesen, dass sich die Tourismus-Region Wetterau und die obere Denkmalbehörde lobend über die Pläne geäußert haben. 

Zum Thema Reithalle, in unmittelbarer Nähe des Limes-Park-Geländes gelegen, betonte die UWG-Fraktionsvorsitzende Gudrun Reineck erneut, dass der Pachtvertrag eine Unverhältnismäßigkeit zwischen Kosten und Nutzen für die Stadt aufweise. Unter anderem wies sie darauf hin, der Reitverein habe auch Einnahmen für das Unterstellen von Pferden. SPD, CDU und Grüne entgegneten, dass der Verein Jugendarbeit leiste, die einen großen Aufwand erfordere, dass die Jugendarbeit mit dem Pferd als „Sportgerät“ pädagogisch hoch zu bewerten sei und Kosten verursache und dass andere Hallen sogar kostenlos von Vereinen genutzt werden dürften. 

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