Wucher vom unseriösen Schlüsseldienst 

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Wucher vom unseriösen Schlüsseldienst 

POLIZEI – Ausgesperrt und überhöhte Rechnung bezahlt / Kripo empfiehlt, Betriebe vor Ort zu kontaktieren

GIESSEN (ots). Nachdem sich ein 23- Jähriger mit einer Bekannten am vergangenen Freitag „ausgesperrt“ hatte, wurde er von einem „Mitarbeiter“ eines dubiosen Schlüsseldienstes betrogen. Das berichtet die Polizei.

In der Not rief der Mann nach seiner „Aussperrung“ einen im Internet aufgelisteten Schlüsseldienst. Vorab vereinbarten beide Seiten in diesem Gespräch einen Preis von 159 Euro. Als der Mitarbeiter der Firma dann erschien, öffnete er die Tür mit einem einfachen Handgriff. Kurz danach präsentierte er dem Mann eine Rechnung von etwa 350 Euro. Dabei wurde der 23-Jährige erheblich laut Polizei von dem Mann eingeschüchtert und beschimpft. 

Der Gießener bezahlte schließlich den überhöhten Betrag. Der mutmaßliche Betrüger stieg dann in einen schwarzen Audi A 3 mit einem Kennzeichen des Landkreises Celle („CE“). Er soll etwa 185 Zentimeter groß und kräftig sein. Der Zeuge schätzt ihn auf ein Alter von etwa 26 Jahren.

Die Kripo gibt folgende Tipps:

Achten Sie bei der Auswahl darauf, dass die Rechnung nicht sofort beglichen werden muss. Seriöse Anbieter stellen eine Rechnung aus, die erst später überwiesen werden kann. Prüfen Sie die vom Handwerker ausgefertigten Auftragsformulare vor einer Unterschrift genau.

Ist der Handwerker dann vor Ort, verabreden Sie mit ihm vor Beginn der Arbeiten einen Festpreis. Kommt Ihnen der Preis zu hoch vor oder weicht er massiv von dem ab, was Ihnen telefonisch angekündigt wurde, sollten Sie den Handwerker einfach wieder weg schicken. Lassen Sie sich nicht mit angeblich anfallenden An- und Abfahrtskosten unter Druck setzen.

Ist die Arbeit bereits getan und der Monteur droht damit, die Tür ohne Aushändigung von Schlüsseln wieder zu verschließen: Zögern Sie nicht und rufen die Polizei.

  Stressfrei kann man laut Polizei mit heimischen Unternehmen arbeiten: „Die seriösesten Anbieter liegen meist vor der eigenen Haustür“, die auch keine Sofortzahlung forderten. Das Landeskriminalamt hat den sogenannten „Errichter-Nachweis mechanische Sicherungseinrichtungen“ eingerichtet. Die darin gelisteten Firmen werden vom Landeskriminalamt für den Einbau einbruchhemmender Sicherungstechnik empfohlen. Einige dieser Schreiner, Schlosser oder Tischler bieten einen 24-Stunden-Notdienst an. 

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