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„Wunderbaren Gegenpol gefunden“

Vernissage Ausstellung Premiere bis zum 20. Januar in der Butzbacher Galerie „Ahlert & friends“

BUTZBACH (hwp). Galerist Helmut Ahlert lädt zu einer eher ungewöhnlichen Ausstellung zu „Ahlert & friends“ in die Weiseler Straße 21, ein. Gemeinsam mit der Klaviervirtuosin, Musikpädagogin und Malerin Dina Otto wird er deren und seine neuesten Werke unter dem Motto „Premiere“ auf zwei Etagen präsentieren.

Die sehr gut besuchte Vernissage zu dieser, zahlreiche Exponate umfassenden und von den Motiven her variationsreich gestalteten Gemäldeausstellung zeigte bereits am ersten Tag konzentriert das Schaffen zweier heimischer Künstler. Ahlert bringt neue Bilder aus seinem Atelier unter dem Motto „Landschaft- und Aktmalerei“ in die Öffentlichkeit, allesamt in Öl. Otto widmet sich ebenfalls der darstellenden Kunst. In Öl, Acryl oder als Zeichnung sind von ihr Bilder zu sehen aus den Themenbereichen „Natur, Menschen und abstrakte Werke“.

Zur Ausstellungseröffnung trugen junge Meisterschüler mit ihren ausgesuchten Musikstücken zur Umrahmung bei.

Begleitet wurde die Vernissage von der Laudatorin Yvonne Adelmann aus Friedberg, wo sie Lehrerin an der Musikschule ist.

So beschrieb sie die Werke, als wenn sie Musik beschreiben würde: Die Bilder von Ahlert und Otto sind daher eher in Dur als in Moll gehalten: „Zeitlosigkeit auf der einen und eingefangene, herrliche Momente auf der anderen Seite verbinden sich in dieser Ausstellung.“ Der Titel der Ausstellung „Premiere“ sei sicher kein Zufall. Die Musik sei für beide Künstler auch eine Liebe, Inspiration, Lebenskraft und Lebenswelt. Zu Ahlerts Blumen- und Landschaftsbildern merkte Adelmann an, dass der Augenblick der Motivwahrnehmung eingefangen wurde. Als vergänglicher Moment – kraftvoll, naturnah im Ausdruck und in den Farben und doch irgendwie verletzlich, als könne sich alles im nächsten Augenblick verändern.

Bei Otto hingegen müsse man zwischen Zeichnung und Bild klar unterscheiden. Ihre fast schon wissenschaftlich exakt ausgeführten Pflanzendarstellungen sind akribisch. Zeitlos ruhig und pur im Detail – ein hohes Maß an technischer Fähigkeit ist festzustellen bei ihren Bleistiftzeichnungen. Ganz anders die großen Darstellungen in Acryl, Pastell oder Öl – allesamt naturverbundene, farbvolle Bilder voller Harmonie und Zeitlosigkeit. Ahlert soll zu Ottos Blumenbildnissen den Begriff „romantische Popart“ geprägt haben.

Für Otto, so die Laudatorin, ist die Natur selbst die Quelle ihrer Kraft zur Malerei. Die Natur wird von ihr mit allen Sinnen fein beachtet und belauscht. Otto konserviert so in ihren Bildern die Liebe zur Natur und zum Leben.

Auch Ahlerts Eingabe ist ursächlich die Natur und der Mensch. An besonderen Orten lässt er sich auf die Landschaft, den Himmel, das Wasser ein, die er vor Ort skizziert und zu Hause in Öl ausarbeitet. Einige Landschaften der Wetterau sind erkennbar und stellen eine Würdigung dieser fruchtbaren Gegend dar.

Yvonne Adelmann resümierend: „Beide Künstler haben im jeweils Anderen einen wunderbaren Gegenpol gefunden und beschreiben ihre Beziehung mit: „Wir sind … so frei!“.

Die Ausstellung dauert bis zum 20. Januar und ist geöffnet freitags (14.00 bis 19.00 Uhr) und samstags (10.00 bis 14.00 Uhr). Weitere Infos unter ahlert-and-friends@web.de.

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