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„Wunderbares Stadtfest“ der Literatur

Stadtlesen Stadt und Buchhändler mit Festival sehr zufrieden / Butzbach für nächstes Jahr nominiert

BUTZBACH (thg). „Wetter gut, Stimmung gut, alles gut“, fasste am Montag der Pressesprecher der Stadt Butzbach, Olaf Hoerschelmann, die Veranstaltung „Stadtlesen“ zusammen, die von Donnerstag bis Sonntag den Butzbacher Marktplatz füllte. „Wir sind sehr zufrieden, die Menschen haben sich wohlgefühlt“, sagte er. Und aufgrund dieses Erfolgs könne man sich bei der Stadt auch vorstellen, das Stadtlesen noch einmal zu wiederholen.

Auch Georg Neundorfer von der Buchhandlung Bindernagel, der die Idee des Stadtlesens im vergangenen Jahr Bürgermeister Michael Merle vorgetragen hatte, kann sich eine weitere Auflage vorstellen. „Ob das allerdings im nächsten Jahr sein wird, ist fraglich. Der Nominierungszeitraum für das kommende Jahr ist bereits beendet.“ 234 Städte von Aachen über Butzbach bis Zwickau sind für die Literaturaktion bei der in Österreich sitzenden Initiative gemeldet worden. Das Expertenteam von Stadtlesen wählt nun die nächsten Standorte aus. 25 waren es in diesem Jahr, am kommenden Wochenende ist es Bozen, in der Woche darauf zum Saisonabschluss dann Offenbach.

„Es war ein wunderbares Stadtfest“, sagte Neundorfer. Vor allem bedankte er sich bei allen, die die Bewerbung Butzbachs für das Stadtlesen unterstützt haben, bei den Sponsoren und besonders der Stadt Butzbach. „Es war rundum gelungen und vor der Fachwerkkulisse des Marktplatzes geradezu perfekt“, das sagten auch die positiven bis begeisterten Stimmen, die er bislang ausschließlich als Reaktion erhielt.

Dazu kam das von der Stadt mitorganisierte Rahmenprogramm, auch der Sonntag war ein Erfolgstag mit Bücherflohmarkt und Poetry Slam auf dem Marktplatz. Dies sei die erste in dieser Form und dann auch noch unter freiem Himmel in der Stadt gewesen. Moderator Dominik Rinkart begrüßte das Publikum, das wie beim klassischen Poetry Slam die Entscheidung über den Sieger traf. Neben den Hessen Axel GAX Gundlach, Jey Jey Glünderling und Julia Szymik traten aus Wien Adina Wilcke und aus Siegen Ella Anschein an.

In einer „doppelten Vorrunde“ trug jeder Poet zwei Texte vor. Rinkart hatte fünf Bewertungstafeln im Publikum, das es sich teils auf den Sitzsäcken bequem gemacht hatte, verteilt, auf denen dann das Urteil über die Beiträge festgehalten wurde. Statt des geplanten Zweierfinals gab es eine Schlussrunde mit drei Teilnehmern, denn neben Glünderling kamen die punktgleich bewerteten Szymik und Anschein weiter. Den Sieg trug Glünderling davon. „Es war eine sehr interessante Atmosphäre. Die Poeten waren sehr zufrieden, ich war sehr zufrieden, und die Veranstaltung war sehr gut besucht. Das war ein voller Erfolg“, sagte Rinkart. Und Buchhändler Neundorfer fand: „Das war ein krönender Abschluss der Veranstaltung.“

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