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Zählbares

Jetzt ist es quasi amtlich. Nicht nur weil Lebkuchen in den Geschäften stehen, ist das Ende des Sommers besiegelt, sondern auch weil sich das Schrenzerbad aus der Saison verabschiedet. Mit 37 000 gegenüber 49 000 Besuchern im Vorjahr geht die wirklich sehr durchwachsene Geschäftszeit zu Ende. Nun bleibt das Hallenschwimmen und die nicht nur sprichwörtliche Hoffnung auf besseres Wetter im nächsten Jahr.

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Dass das Wetter und die Jahreszeiten nicht nur punktuell, sondern auch über längere Zeiträume nicht das machen, was man von ihnen erwartet, hat auch auf andere Wirtschaftsbetriebe seine Auswirkungen. Man nehme die Modebranche, die unter zu warmen Wintern und zu kühlen Sommern leidet. Der Absatz war allgemein schwierig im zurückliegenden Herbst und Winter. Für Hess Natur mit Sitz in Butzbach war es sogar so schwierig, dass nun von Personalabbau die Rede ist. „Die Gespräche laufen noch“, heißt es aus der Firmenzentrale. Aber wenn solche Unterredungen erst einmal begonnen sind, ist wohl nicht zu erwarten, dass Stellenstreichungen noch abzuwenden sind.

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Auch andere große Wirtschaftsunternehmen haben Schwierigkeiten auf dem Markt. Darunter ist auch Lego, das doch eigentlich durch die breite Streuung seiner Produkte vom Kindes- bis ins Erwachsenenalter als krisenfest erscheinen durfte. Auch bei den Dänen ist ein Stellenabbau „unausweichlich“. Mit Filmen wie zuletzt dem „Lego-Batman“ oder programmierbaren Robotern will man wieder in die Spur kommen. Übrigens noch ein Blick auf die Wortwahl: Stellenabbau dürfte nichts anderes bedeuten als Entlassungen. Im Falle Lego sind es 1400 Arbeitsplätze.

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Rotieren auf den Politiker-Arbeitsplätzen ab dem 24. September, 18.00 Uhr ist, je nach Sichtweise, zu befürchten oder zu erhoffen. Aber auch andere (mögliche) Wahlen in der Wetterau werfen ihren Schatten. Die Wetterauer Grünen sprechen in einer Pressemitteilung vom „Traumkandidatenpaar“ Stephanie Becker-Bösch (SPD) und Jan Weckler (CDU) für die Nachfolge des möglichen künftigen Ovag-Vorstands und derzeit (noch) Landrats Joachim Arnold, über die im ersten Quartal 2018 entschieden werden könnte.

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Die Grünen haben nun auf der Internetseite des Wetteraukreises die Pressemitteilungen der beiden über ihre „Ausflüge in die Weiten der Wetterau“ gezählt. Im Monat August liegt die Butzbacherin vor dem Ober-Mörler. Na gut. Um aber tiefer in die Materie einzusteigen, könnte man das Archiv bemühen. Dann ließe sich auch einmal nachzählen, welche Pressmitteilungen der ehemalige Erste Kreisbeigeordnete Helmut Betschel, ein Grüner, in seiner Amtszeit veranlasst hat. Aber da lasse man am besten die Vergangenheit ruhen.

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Thorsten Grusdat

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