Zahl der Einsätze der Butzbacher Feuerwehren steigt um 35 auf 223

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Zahl der Einsätze der Butzbacher Feuerwehren steigt um 35 auf 223

Jahreshauptversammlung mit Bericht von Stadtbrandinspektor Christian Veitenhansl / Übungen starten wieder

BUTZBACH (zö). Auch wenn sich die Coronazahlen in den letzten Tagen auf einem niedrigen Stand bewegten, so fand die gemeinsame Jahreshauptversammlung der Feuerwehr der Stadt Butzbach per Videokonferenz statt. Ehrungen und Ernennungen fanden bereits statt, Wahlen standen keine an.
In den 13 Einsatzabteilungen wurden zum Jahresende 296 Mitglieder gezählt (vier weniger als letztes Jahr) – davon 47 weiblich. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer leicht zu Gunsten vom weiblichen Geschlecht verschobenen Quote von 15,9 Prozent (weiblich) und 84,1 Prozent (männlich). In dieser Statistik nicht berücksichtigt sind sieben ehrenamtliche Brandschützer externer Gebietskörperschaften, deren Angehörigkeit in der Feuerwehr Butzbach als Zweitmitgliedschaft besteht.
Im Ausbildungsstand bewegen sich die Zahlen wie folgt: 247 Einsatzkräfte (Vorjahr 253) haben einen Grundlehrgang (Quote 83,4 Prozent), 115 Einsatzkräfte (121) haben einen Truppführerlehrgang, 73 (78) einen Gruppenführerlehrgang, 41 (44) einen Zugführerlehrgang und 18 (17) einen Verbandsführerlehrgang. Zum Stichtag (31. Dezember 2020) verfügte die Feuerwehr Butzbach über 85 (Vorjahr 93, davor 104) taugliche Atemschutzgeräteträger. Potenziell einsetzbar, beispielsweise aufgrund fehlender Einsatzübungen, wären es jedoch 137. Die Tauglichkeitsrate liegt somit bei nur 62 Prozent (2019: – 68 Prozent, 2018 circa 79 Prozent).
Die Einsatzstatistik weist 223 Einsätze (2019 – 188) auf. Hiervon wurden die Feuerwehr in fünf (Vorjahr 14) Fällen im Rahmen der nachbarlichen Hilfe außerhalb des örtlichen Zuständigkeitsbereich tätig. Die Einsätze gliederten sich im Einzelnen wie folgt auf: 67 Brände (30 Prozent), 106 Hilfeleistungen (47,5 Prozent) und 50 Fehlalarme (22,5 Prozent). Stadtbrandinspektor Christian Veitenhansl berichtete, dass im Jahr 2020 67,3 Prozent der Einätze außerhalb der regulären Arbeitszeiten (Tagesalarm Montag bis Freitag 6 bis 18 Uhr) betrugen. Die gesamt aufgewendeten Personalstunden betrugen 4790 (Vorjahr 4560). Im Berichtszeitraum wurden 61 Menschenrettungen von der Feuerwehr absolviert oder war unmittelbar an der Rettung beteiligt. Darunter sind auch die 46 ins Freie gebrachte Personen beim Hochhausbrand in der Pohl-Gönser. Leider kam für sechs Menschen im abgelaufenen Jahr auch jede Hilfe zu spät.
Aus dem Bericht von Stadtjugendwart Benjamin Grießl war zu entnehmen, dass zum Jahresende 2020 90 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr aktiv waren. Die Feuerwehr Butzbach verfügt über zwölf Jugendfeuerwehrstandorte.
Die Kindergruppe weist eine Mitgliederzahl von 86 auf. An insgesamt neun Standorten werden Kinder zwischen sechs und zehn Jahren ausgebildet.
Corona machte um die Nachwuchsbrandschützern keinen Bogen, so musste von Mitte März bis nach den Sommerferien der Übungsbetrieb eingestellt werden. Mit einem Hygienekonzept (Abstand und Maske) bei den Jugendlichen konnte der Übungsbetrieb Ende August wieder aufgenommen werden. Durch steigende Fallzahlen hatte die Öffnung leider nur Bestand bis zum Oktober, seitdem befanden sich die Jugendlichen im Homeoffice.
Im Herbst wurde eine Feuerwehr-AG mit der Stadtschule etabliert. Insgesamt acht Jugendliche der Klassen acht und neun werden seither in feuerwehrtechnischen Themen ausgebildet. Allerdings fanden wegen der Pandemie eine Vielzahl von Terminen nicht statt. Für 2021 erhofft man sich im Jugendbereich auf ein besseres zweites Halbjahr, was die Übungen angeht. Durch die positiven Entwicklungen werden ab Juni wieder Übungen starten können.

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