Zahl der Flüchtlinge steigt langsam an

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Zahl der Flüchtlinge steigt langsam an

Zweite Aufnahme-Woche in Butzbach / Wohnungsangebote liegen auf dem Tisch / Treffen für Ehrenamtliche

BUTZBACH (thg). Die zweite offizielle Zuweisung von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine lautete auf 14 Menschen, die in Butzbach untergebracht werden müssen. Gekommen sind Anfang der Woche sieben, wie Bürgermeister Michael Merle auf Anfrage sagte. In der Vorwoche waren 19 angekündigt, 15 kamen, wie Anette Krämer, bei der Stadtverwaltung für das Thema zuständig, jüngst in einer Ausschusssitzung berichtete. 

Wie Merle weiter sagte, stehen Plätze im alten Arbeitsamt in der August-Storch-Straße zur Verfügung. Aber um vorbereitet zu sein, habe der Magistrat am Dienstag beschlossen, von Privatleuten Wohnungen anzumieten. Darüber werde noch in den Gremien zu sprechen sein, aber auch mit dem Eigentümer des früheren Familienlandheims in Bodenrod ist der Bürgermeister im Gespräch, um dort Unterkünfte für die Schutzsuchenden zur Verfügung zu stellen. Ursprünglich hatte der Eigentümer vor, dort Wohnraum zur Vermarktung zu schaffen. Nach derzeitigem Stand ist eine Belegung von Sporthallen oder anderen städtischen Liegenschaften nicht vorgesehen. Die Nutzung der Sportstätten sei der „Plan B“, der möglichst vermieden werden soll. 

Wie Krämer berichtete, muss die Kommune die zugewiesenen Flüchtlinge nun in der Erstaufnahmeeinrichtung abholen. Taxi-Fahrten wie früher, würden nicht mehr ermöglicht. Die Stadt weiß bei Bekanntgabe der Zahl auch nicht wer kommt, ob Familien, mehr Frauen oder wie vergangene Woche auch ein halbes Dutzend Kinder. 

Erste Anlaufstelle war die Alte Turnhalle, wo nach der Aufnahme auch ein Essen angeboten wurde, das die Menschen dankbar annahmen, weil sie schon den ganzen Tag  lang unterwegs waren. Eine Mitarbeiterin der Stadt, die Russisch spricht, stand für Übersetzungen bereit. Rund anderthalb Stunden später wurden die Menschen in die Unterkunft gebracht. 

Nach Aussagen des Landes müssen sich die Kommunen auf weiter steigende Zahlen einstellen, so Krämer. Es würden eher 18 bis 20 Menschen in der Woche erwartet. Wohnungsangebote würden vom Fachdienst genauer betrachtet mit Rücksprache mit den Anbietern, um sie dem Magistrat vorlegen zu können. Auf der Internetseite der Stadt Butzbach ist auch ein Formular hinterlegt mit dem sich Anbieter von Wohnraum melden können. 

Wie Krämer sagte, erhält die Stadt vom Wetteraukreis pro Person 8,80 Euro am Tag für die komplette Miete inklusive Nebenkosten. Ein Privater, der Wohnraum kostenfrei zur Verfügung stellt, kann Nebenkosten von rund drei Euro geltend machen. 

Am Mittwoch, 6. April, findet ein Treffen zum Informationsaustausch Ehrenamtlicher statt. Damit sollen die Aktionen gebündelt und Doppelstrukturen vermieden werden. Beginn ist um 20.00 Uhr in der Alten Turnhalle. „Wer sich engagieren will, ist eingeladen“, sagte Krämer. 

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