Zeichen der Freundschaft in Wiesental

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Zeichen der Freundschaft in Wiesental

BUTZBACH/WIESENTAL. Das Freibad in Tepl wurde 1933 eingeweiht, nach dem zweiten Weltkrieg war es Versammlungsort für die Sudentendeutschen, die auf den Abschiebungsbefehl warteten. Seit 1950 verfiel das Freibad allmählich, denn der Bevölkerungsverlust führte nach 1946 zur teilweisen Verödung des Städtchens und zum Verlust der Wirtschaftskraft.

Teplá — Tschechische Delegation kommt zur Ausstellungseröffnung am Freitag im Dorfgemeinschaftshaus

BUTZBACH/Wiesental (pd). Im Rahmen des Butzbacher Katharinenmarktes besucht eine kleine Delegation aus dem tschechischen Teplá Butzbach.  Seit der Intensivierung der Beziehungen zwischen Butzbach und Teplá ist das Volksfest ein willkommener Termin für gemeinsame Treffen  geworden.  So haben sich die freundschaftlichen Verbindungen  zwischen den Menschen im  Butzbacher Stadtteil Wiesental, den Butzbachern und den Teplern stetig  weiter entwickelt. Die Beziehungen  sind getragen von Offenheit und Herzlichkeit. 

Am Freitag, 25. Oktober, wird im Dorfgemeinschaftshaus in Wiesental in Anwesenheit der Gäste aus Teplá um 18.00 Uhr die Ausstellung „Das Tepler Land im Spiegel der Zeit von 1930 bis 1950“ eröffnet.  Es war der ausdrückliche Wunsch des Autors der Ausstellung, Ludvik Polácˇ ek, einmal bei  den Freunden in Wiesental seine historischen Dokumente und Fotos  aus Teplá und Umgebung zu präsentieren. Schon seit vielen Jahren geht Polácˇ ek seiner großen Leidenschaft nach, die Geschichte seiner Heimat zu erforschen. Seit 2005 zeigt er seine  Schätze regelmäßig zu besonderen Anlässen.   

„Die Jahre von 1930 bis 1950 waren für Tschechen wie für Deutsche schwierig. „In dieser Zeit haben Tschechen und Deutsche  im Tepler Land gewohnt, darum sind wir auch alle Kinder dieses schönen Landes. Dann mussten die Deutschen nach dem Krieg eine lange und schwere Reise antreten und viele haben in Hessen eine neue Heimat gefunden. Niemand kann die Geschichte ändern. Aber wir sollten uns an die Geschichte erinnern und unsere Lehren daraus ziehen,“ so Ludvik Polácˇ ek. Nach seinem Verständnis ist die Auseinandersetzung mit der gemeinsamen Geschichte der beste Weg, zu einem nachhaltigen gegenseitigen Verständnis und  eine  der Grundlagen für eine anhaltende Freundschaft. 

Es ist bereits die zweite Ausstellung, die Polácˇ ek  in Butzbach präsentiert. Seine Bilder  gewähren auch dieses Mal interessante Eindrücke in die deutsch-tschechische Geschichte. Die Ausstellung wird am Samstag und Sonntag, 26./27. Oktober und 2./3. November in der Zeit von 10.00 bis 17.00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Wiesental, im Josef-Singer-Weg 1, zu sehen  sein. In Wiesental ist die Ausstellung kostenfrei für Besucher. Danach wandert die Ausstellung ins Butzbacher Museum und ist dann ab dem 23. November bis zum 12. Januar zu sehen. Zur Vernissage am Freitag ist die Bevölkerung herzlich eingeladen.

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