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Ziel: Digital und vor Ort „beste Bank“

Bilanz –  Commerzbank Butzbach hat 200 Kunden mehr / Filiale bleibt erhalten / Plädoyer für Aktien

BUTZBACH (thg). Ein Plus von 200 Kunden verzeichnete die Filiale Butzbach der Commerzbank. „Das ist netto“, betonte Filialdirektor Gregor Siebers bei der Vorstellung der Zahlen des vergangenen Jahres. 5100 Kunden aus dem Raum Butzbach und Umgebung betreut das Geldinstitut damit, ein Plus von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch insgesamt befinde sich der Konzern auf Wachstumskurs.

Eine wichtige Botschaft schickte er vorweg: Die Geschäftsstelle am Marktplatz bleibt erhalten. Der Erhalt und Um- und Ausbau von Filialen sei Teil der Unternehmensstrategie, den Kunden viele Kommunikationswege anzubieten. Im Innenraum wird das Service-Angebot ausgebaut, im Foyer bleiben die vorhandenen Automaten bestehen.

Im Kreditgeschäft profitierte die Filiale vom Immobilienboom. „Das Neugeschäftsvolumen bei Immobilienkrediten betrug 7,6 Millionen Euro“, sagte Siebers, eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 23 Prozent. Das verwaltete Kundenvermögen lag in der Weidigstadt bei 50,3 Millionen Euro, damit 6,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Für den Sparer bedauerlich fand es Siebers, dass die Hälfte davon nahezu unverzinst auf Girokonten oder Sparformen liegt, die unter den Niedrigzinsen leiden. „Das ist schade, vor allem mit Blick auf die Altersversorgung.“ Mit einem Anstieg der Zinsen rechne seine Bank frühestens im Jahr 2019. Auch wenn sich die Situation in den USA ändern sollte, würde dies durch die Mechanismen in Europa frühestens dann möglich sein.

Angesichts der Inflationsrate und der Geldmarktpolitik gehöre das Geld zur Vermögensanlage ins Depot, appellierte Siebers. Wertpapiere seien dem Sparschwein überlegen. In der Regel habe man auch bei Kursschwankungen innerhalb von fünf Jahren einen Ertrag. Dringend empfahl er den Kunden, die Anlage professionell managen zu lassen. Der Filialdirektor unterstrich, dass die Commerzbank keine eigene Fondsgesellschaft betreibe, sondern auf offener Plattform die Anlage zusammenstellen könne.

Pressesprecher Thomas Schwarz räumte ein, dass die Commerzbank in den Zeiten vor der Finanzkrise auch Fehler gemacht habe. Mitunter habe nur gezählt, das Produkt zu vermarkten. „Aber davon sind wir wirklich weg.“ Und das Unternehmen verfolge das Ziel, sowohl die Zahl der Kunden als auch die „Masse“ zu erhöhen. Daher gilt: „Wir wollen die beste digitale Bank sein, und wir wollen gleichzeitig Beratung vor Ort bieten“, so Siebers. Die Beratungsqulität sei besonders wichtig Fünfmal in Folge hat die Gesamtbank als „beste Bank vor Ort“ in einer Untersuchung des Instituts für Vermögensaufbau abgeschnitten.

Besonderes Augenmerk liegt auf der Digitalisierung, aber in Kombination. Das sei Teil der Wachstumsstrategie der Bank. „Mit neuen digitalen Angeboten und persönlicher Beratung wollen wir in Butzbach weiter erfolgreich sein“, unterstrich Siebers. „Der Kunde entscheidet, über welchen Kanal er mit uns in Kontakt tritt.“

Neben Telefon- und Online-Banking stehen neue „Apps“, die dem Kunden die Geldverwaltung erleichtern und dem Neukunden den Wechsel übersichtlich ohne viel Aufwand möglich machen sollen. „Sie können sonntags um 23 Uhr auf der Couch ein Konto eröffnen“, so Siebers. Die Legitimation per Personalausweis kann über die Kamera des Mobilgeräts erfolgen, beim Kontowechsel werden die Daten digital übernommen, ohne dass jeder Gläubiger vom Kunden über die neue Bankverbindung einzeln informiert werden müsse.

Besonders stolz ist die Bank auch auf die „Bau-Fi-App“, mit der ein Kunde bereits wesentliche Angaben zur Finanzierung eintippen und gleichzeitig auch über eine integrierte große Online-Immobiliensuchmaschine ein passendes Objekt suchen könne. Möchte der Interessent dann ein Angebot der Commerzbank haben, könnten in der Filiale alle bereits gemachten Angaben verwendet werden. Die Bank stelle zudem eine Vergleichsmöglichkeit unter 250 Anbietern und übernehme die Vermittlung, wenn der Kunde sich für eine dieser Alternativen entscheidet.

Fünf Mitarbeiter sind in der Filiale beschäftigt, hinzu kommt ein Auszubildender. Zwei Berater kommen jeweils einmal pro Woche für spezielle Beratungstermine ins Haus.

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