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Zufrieden, es könnte aber besser sein

BUTZBACH. Die Befragung der Butzbacher Einzelhändler führte Dr. Andrea Soboth von der Arbeitsgemeinschafts Stadtentwicklung 360°. Die Grafik zeigt, für wie lohnenswert Butzbacher Geschäftsleute ihren Betrieb in der Innenstadt halten. 

INNENSTADT – Butzbacher Handel, Gewerbe und Gastronomie befragt / Öffnungszeiten uneinheitlich

BUTZBACH (pe). Im Rahmen des Stadtentwicklungsprozesses „Butzbach bewegen“ wurden Mitte Juni 40 Interviews mit Händlern, Gewerbetreibenden und Gastronomen zur Situation in der Innenstadt Butzbachs geführt (die BZ berichtete). Ein Team bestehend aus dem Ersten Stadtrat Manfred Schütz, Mitarbeiter der Verwaltung und der Arbeitsgemeinschaft Stadtentwicklung 360° – André Haußmann, Friederike Haußmann und Dr. Andrea Soboth – war dazu an zwei Tagen in der Innenstadt unterwegs, um direkt Auskunft bei den Gewerbetreibenden einzuholen. Nun liegen erste Ergebnisse der Auswertung vor, wie die Stadt mitteilt. 

Die Befragten äußerten sich insgesamt zufrieden mit dem Standort Innenstadt und gaben überwiegend an, dass der Betrieb ihres Geschäfts lohnend sei. 42 Prozent wählten die Einschätzung „gut“, 36 Prozent „einigermaßen“. Während acht Prozent die Kategorie „sehr gut“ angaben, laufen die Geschäfte für acht Prozent „weniger gut“. Sechs Prozent gaben an, es lohne sich „kaum“, in der Butzbacher Innenstadt ein Geschäft zu betrieben. Wenngleich einschränkend von einigen darauf hingewiesen wurde, dass dies in den letzten Jahren insgesamt schwieriger geworden ist hier wirtschaftlich erfolgreich zu sein. 

Bestätigt werden konnte auch, dass die Innenstadt Butzbachs durchaus über ein breites Angebot an Waren und Dienstleistungen verfügt. Lücken im Angebot gibt es nach Auffassung der Befragten aber doch. Vor allem im Bereich Bekleidung werden Angebote im preisgünstigen Segment oder im Bereich Herrenmode gewünscht. Auch die Gefahr von Konkurrenz wird von den Befragten eher nicht gesehen, mehr Vielfalt im Angebot wird eher als Frequenzbringer interpretiert. Darüber hinaus ist es aus Sicht der Befragten notwendig, eine bessere Übersicht über das vorhandene Shopping-Angebot in Butzbach zu erzeugen. Ein Einkaufsführer kann hier Abhilfe schaffen und auch Auskunft über die Öffnungszeiten geben. 

Im Rahmen der Befragung wurden auch die Öffnungszeiten der Geschäfte in der Innenstadt erhoben. Die erste Auswertung zeigt, dass diese in Butzbach sehr individuell gestaltet sind. Von einheitlichen Öffnungszeiten kann nicht gesprochen werden. Die Bereitschaft der Befragten, zu einheitlichen Regelungen zu kommen, war eher verhalten. 55 Prozent der Befragten öffnen um 9.00 Uhr oder früher, 70 Prozent haben durchgehend geöffnet, nach 18.00 hat nur etwa ein Viertel der Gewerbetreibenden noch geöffnet, überwiegend die Gastronomie. Mittagspausen werden zwischen 12.00 bis 15.00 sehr individuell eingelegt. Bereitschaft zu einer Anpassung an die Öffnungszeiten zeigen etwa 40 Prozent der Befragten. Dabei zu Verbesserungen für die Kunden zu kommen, wird dennoch Aufgabe in den weiteren Schritten in der gemeinsamen Arbeit sein. 

Auch nach dem Interesse, gemeinschaftlich an der Entwicklung der Innenstadt zu arbeiten, wurden die Gastronomen, Händler und Gewerbetreibenden gefragt. Es bestand viel Offenheit und der Wunsch die Innenstadt gemeinsam mit der Stadt weiter zu entwickeln und zu stärken. Dies galt sowohl für Eigentümer als auch für Mieter von Geschäften in der Innenstadt. Dazu zeigte die Befragung ein erstes interessantes Ergebnis: Die überwiegende Zahl von Geschäften ist eingemietet, nur die wenigsten Läden befinden sich im Eigentum der Inhaber. 

Die Befragung wird über den Sommer noch detailliert ausgewertet, die Ergebnisse fließen in die Entwicklung eines Stadtmarketingkonzepts ein. Informationen dazu finden sich unter www.butzbach-bewegen.de unter dem Inhaltspunkt „Projekte“. 

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