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Zug „pünktlich“, aber „fällt aus“

BAHN – Butzbacher Pendler zu Baustellenfahrplan nach Frankfurt / An langen Wochenenden geht es weiter

BUTZBACH (thg/pm). Seit Montag läuft der S-Bahn-Verkehr im Frankfurter City-Tunnel wieder planmäßig. Während der Osterferien war die Bahnstrecke auf diesem Abschnitt wegen Bauarbeiten voll gesperrt. 

Mit den Worten: „Dank umfangreicher Fahrplanausweitungen im U- und Straßenbahnverkehr war die Frankfurter Innenstadt im Bauzeitraum aber weiterhin gut erreichbar“, bewertet die Bahn in einer Pressemitteilung die Bauzeit als positiv. „Das Ersatzverkehrskonzept hat funktioniert und wurde von den Fahrgästen sehr gut angenommen“, wird in der Mitteilung Professor Knut Ringat zitiert, Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV). 

Was für die Stadt Frankfurt gelten mag, ließ aber Pendler aus der Wetterau mitunter verzweifeln, denn neben der Tunnelbaustelle waren die Ferien auch vom S-Bahn-Ausbau zwischen Friedberg und Frankfurt auf vier Gleise geprägt. Die Folge: Umstiege und volle Züge, nicht zuletzt Zugausfälle, und das wohl nicht vorhersehbar. Nach Medienberichten hat die Bahn eingeräumt, dass die Bauarbeiten nicht in die Reiseauskunft eingearbeitet wurden. 

Ein BZ-Leser hat die Erfahrung gemacht, dass auch Anfragen an die Bahn oder den RMV keine Aufklärung brachten, welcher Zug fuhr und welcher nicht. Er erhielt den Verweis auf den Baustellen-Fahrplan. Doch seine Erfahrung: „Im Baustellenfahrplan stehen viele Züge, die dann tatsächlich nicht fahren. Gerade Züge, die für Butzbach-Frankfurt-Pendler in Baustellenzeiten noch gut wären, fallen nach eigener Erfahrung und nach DB-Onlineauskunft an jedem Baustellenwerktag aus.“ In der RMV-Auskunft sei beispielsweise ein Zug mit „fährt“ und „pünktlich“ gekennzeichnet worden, der in der DB-Auskunft als „fällt aus“ verzeichnet war. 

Zum einen beklagt der Leser, dass er die Leistung, für die er bezahlt hat, nicht erhielt. Zum anderen ist es ihm wichtig, dass die nächsten Bauzeiten auf der Strecke besser organisiert werden sollten. Weitere Tunnelsperrungen stehen den Bahnkunden an den zwei langen Wochenenden im Mai/Juni (um Christi Himmelfahrt vom 10. bis zum 13. Mai und Fronleichnam vom 31. Mai bis zum 3. Juni) sowie während der Sommerferien bevor. 

Die Bahn verspricht in der Pressemitteilung durch das neue Elektronische Stellwerk und eine nach dem Tunnel-Umbau mögliche Geschwindigkeitserhöhung eine höhere „Betriebsqualität“ und eine „stabilere Verkehrsabwicklung“.

Das Programm „Frankfurt/Rhein-Main-plus“ werde vom Bund, dem Land, der Stadt Frankfurt, dem RMV und der Deutschen Bahn umgesetzt. „Dieser Masterplan für den Ausbau des Schienennetzes in der Metropolregion Rhein-Main sorgt dafür, dass Millionen Menschen in Zukunft noch schneller, bequemer und barrierefrei ans Ziel kommen“, beschreibt die Bahn das gewünschte Ergebnis.

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