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Zukunftskonzept für Geburtshilfe

BAD NAUHEIM. Über das duale Studium für Hebammen informierten (v.l.) Mike Racke, Leiter der Theodora-Konitzky-Akademie des Gesundheitszentrums Wetterau, Alexandra Kata, leitende Hebamme am St.-Vinzenz-Krankenhaus in Hanau, Jutta Berg, Pflegedirektorin am St.-Vinzenz-Krankenhaus, Esther Klug, Geschäftsbereichsleiterin Pflege- und Stationsmanagement am Klinikum Hanau, Sonja Jens, Hebamme und stellvertretende Bereichsleitung Kreißsaal, und Margit Gründer, leitende Hebamme am Gesundheitszentrum Wetterau. Foto: rohde

AUSBILDUNG – 5. Mai ist internationaler Hebammentag / Duales Studium an Hochwaldkrankenhaus

BAD NAUHEIM (HR). Wer weiß schon, dass eine Hebamme ohne Arzt einem Kind auf die Welt helfen darf, ein Arzt jedoch nie ohne Hebamme? Seit 1991 wird der internationale Hebammentag am Sonntag, 5. Mai, in mittlerweile 50 Ländern begangen, um die gesellschaftliche Relevanz des Hebammenberufs einer möglichst breiten Öffentlichkeit deutlich zu machen. In Kooperation mit der Hochschule Fulda bieten das Hochwaldkrankenhaus Bad Nauheim, das Klinikum Hanau und das St.-Vinzenz-Krankenhaus Hanau ab Oktober werdenden Hebammen Ausbildung und Studium in einem – und sind damit der Zeit ein gutes Stück voraus. 

Ab dem 18. Januar 2020 soll die Akademisierung der Hebammenausbildung vollständig umgesetzt, die Berufsausbildung zur Hebamme nur noch über ein duales Studium möglich sein. Während an anderen Stellen noch über die konkrete Umsetzung nachgedacht wird und viele Fragen offen sind, ist die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Fulda und den drei ausbildenden Kliniken weit vorangeschritten. Sie bietet den Interessentinnen schon jetzt ein praxisnahes Konzept, das Examen und Bachelorabschluss bereits ab dem kommenden Oktober vereint. „Das Studium schafft eine tolle Verbindung zwischen Theorie und Praxis und gibt den Studierenden alles an die Hand, was sie später brauchen, um für eine individuelle Geburt in Sicherheit und Geborgenheit zu sorgen“, urteilt Dr. Dirk M. Fellermann, Geschäftsführer des Gesundheitszentrums Wetterau, zu dem das Hochwaldkrankenhaus gehört.

Die umfangreiche Arbeit von Hebammen beginnt oft schon beim Kinderwunsch und begleitet die werdenden Eltern bis zu ein Jahr nach der Geburt. Deshalb hält das Studium neben neun Praxiseinsätzen ab dem zweiten Semester insgesamt 1600 Theoriestunden bereit, die von Gynäkologie und Geburtshilfe, Anatomie, Physiologie, Psychologie und Mikrobiologie bis hin zu Gesetzes- und Staatsbürgerkunde sowie Qualitätssicherung alles abdecken.

„Die Studenten entscheiden sich für ein Mutterhaus, in dem sie während der acht Semester angestellt sind und einen Teil der Praxiseinsätze ableisten. Nach dem Bachelor stehen den Absolventen viele Karrierewege in Leitungspositionen oder Wissenschaft und Forschung offen“, so Margit Gründer, Leitende Hebamme in der geburtshilflichen Abteilung des Hochwaldkrankenhauses. 

„Besonders schön an unserer Kooperation finde ich, dass wir den angehenden Hebammen und Entbindungspflegern die Möglichkeit bieten, quasi jedes Level der klinischen Geburtshilfe kennenzulernen. Vom hebammengeführten Kreißsaal bei uns in Bad Nauheim reicht das Angebot über einen Regelversorger im St.-Vinzenz Krankenhaus bis hin zum Perinatalzentrum der höchsten deutschen Versorgungsstufe mit Spezialisierung auf Mehrlings- und Frühgeburten am Klinikum in Hanau“, sagt Mike Racke, Leiter der Theodora-Konitzky-Akademie des Gesundheitszentrums Wetterau. 

Für das duale Studium Hebammenkunde (B.Sc.) werden 30 Studienplätze angeboten. Jede der drei kooperierenden Kliniken bietet zwei Plätze an und vergütet ihre Studenten bereits ab dem ersten Semester. Interessierte können sich noch bis zum 31. Mai in einer der drei Kliniken um einen Ausbildungsplatz bewerben, Infos gibt es unter www.hs-fulda.de und www.tka-badnauheim.de sowie in sozialen Netzwerken.

                                                                                                                                                                                                                                             

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