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Foto: rieger

KUNSTRASENPLATZ – Beim ersten Spatenstich in Oberkleen für 485 000-Euro-Projekt Ziel formuliert

OBERKLEEN (ikr). Planmäßig zum Ende der Fußball-Spielsaison gab der FC Cleeberg 1949 mit dem ersten Spatenstich für den neuen Kunstrasenplatz des Vereins auf dem Gelände des bisherigen Hartplatzes in der Steinbruchstraße in Oberkleen den Startschuss für den Beginn der lang ersehnten Baumaßnahme. Gleichzeitig übergab der Langgönser Bürgermeister Horst Röhrig den Bewilligungsbescheid der Gemeinde Langgöns in Höhe von 345 000 Euro an Erik Schimpf, den Vorsitzenden des FC Cleeberg. Insgesamt liegt die Kostenschätzung für das Projekt unter der Regie des FC Cleeberg bei 485 000 Euro. 50 000 Euro hat das Land Hessen bereits beigesteuert, einen geplanten Anteil von knapp 50 000 Euro übernimmt der Verein. Momentan läuft noch die Ausschreibung, die Bauzeit ist von Juni bis September geplant, so dass der neue Kunstrasenplatz pünktlich zur Wintersaison bespielt werden kann.

„Der FC Cleeberg muss heute noch ein Nachholspiel bestreiten, das wegen schlechten Wetters ausgefallen war, das wird hoffentlich zukünftig mit dem neuen Kunstrasenplatz nicht mehr passieren“, hoffte Schimpf im Namen aller Vereinsmitglieder und insbesondere der rund 200 aktiven Fußballer, die mit 13 Mannschaften in dem Erfolgs- und Traditionsverein trainieren und spielen. Der Verein hat bereits einige Bundesligaspieler hervorgebracht. 

„Der Bau des Kunstrasenplatzes ist insbesondere erforderlich, um die Winterzeit besser überbrücken zu können“, betonte Schimpf. Bereits 2006 hatte der FC Cleeberg den ersten Antrag zum Bau eines Kunstrasens, damals noch für ein Projekt in Cleeberg, gestellt. Nach einigem Hin und her, wobei es auch um die Standortfrage ging, entschied man sich im Einvernehmen mit den gemeindlichen Gremien für die Umwandlung des Hartplatzes in Oberkleen. Der war 2002 von der Gemeinde Langgöns als Tennenplatz errichtet worden. 

Zu diesem Zeitpunkt wurden bereits die ersten Kunstrasenplätze in Mittelhessen gebaut. Am Standort in Oberkleen konnte man sich damals noch nicht zum Bau eines solchen Platzes entscheiden, da die Baukosten deutlich höher als für einen Tennenplatz waren. Die damalige Planung des Ingenieurbüros Lothar Gersmann aus Wetzlar, dem auch jetzt die Planung und Bauleitung obliegt, enthielt jedoch schon Vorkehrungen im Unterbau für den Fall einer späteren Umwandlung zu einem Kunstrasenplatz. Geplant sind neben dem Kunstrasenplatz selbst eine Umpflasterung, eine Stehterrasse für Zuschauer und mittelfristig ein Funktionsgebäude mit Umkleiden, Duschen und WC. Für Letzteres muss noch der Bebauungsplan geändert werden. Denn die Anlage soll auch für den Schulsport an der Kleeblattgrundschule genutzt werden. So soll auch die Weitsprunggrube am Rande des Platzes erhalten bleiben.

„Der Schulsport soll hier mehr Fuß fassen, das wäre schön, ich hoffe, dass der Landkreis dies befürwortet, dann wird es eine runde Sache“, sagte Röhrig. Schimpf bedankte sich für die Zuwendung der Gemeinde und stimmte dem Bürgermeister zu: „Kürzlich war ich als Helfer bei den Bundesjugendspielen dabei, es ist eine Wahnsinnsstrecke, wenn die Kinder bis zum Waldsportplatz laufen müssen, das dauert sehr lange“, schilderte Schimpf die aktuelle Situation. Von der Grundschule bis zum zukünftigen Kunstrasenplatz sind es nur wenige Minuten Fußweg.

Planer Gersmann erläuterte die Bautechnik: Der Tennenbelag wird in einer Stärke bis zu acht Zentimeter abgetragen und entsorgt. Diese Arbeiten sind als Eigenleistung des Vereins unter Mitwirkung einer ortsansässigen Firma vorgesehen. Weiterhin wird der FC erhebliche Eigenleistungen mit der Pflasterung der Umgehungswege leisten. Die Sportplatzarbeiten übernimmt in vollem Umfang eine Fachfirma. Es entsteht ein Kunstrasenplatz neuester Generation, der hoch belastbar sei und optisch fast wie ein Naturrasen wirke, sagte Gersmann. Die „Lebenserwartung“ des Platzes werde nach heutigen Erfahrungen etwa 20 Jahre betragen.

Das Projekt ist dann der zweite Kunstrasen in der Großgemeinde. Im Kernort hat der TSV Lang-Göns bereits seit 2010 einen Kunstrasen.

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